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Dec 8, 2010

HR-Trends: Matthias Olten zu den Themen Jobbörse, Stellenanzeige und Recruiting Trends

Matthias Olten ist Leiter des Stellenmarktes von kalaydo.de, welches sich als regionales “Findernet” bezeichnet. Hier ist es Interessenten möglich, neben Immobilien und Autos ebenfalls nach Stellen im regionalen Anbieter- und Arbeitermarkt zu suchen. Das Anzeigenportal ist bisher hauptsächlich in den Regionen Rheinland, Rheinland-Pfalz, Hessen und Sachsen-Anhalt vertreten.

Arbeitnehmer scheinen immer flexibler zu werden, doch inwieweit wirkt sich dies auch auf ihre Bereitschaft eines Standortwechsels für einen Job aus? Kalaydo hat sich bewusst als regionale Jobbörse aufgestellt. Ihr Ansatz: immer mehr Arbeitnehmer bzw. Jobsuchende sind nicht bereit Ihren Lebensmittelpunkt aufgrund eines neuen Jobs zu verlegen. Nach einigen Jahren Berufserfahrung sind Sie oftmals sesshaft geworden und fokussieren Stellen im pendelbaren Umland.  Auch Matthias Olten hat uns seine HR-Trends verraten. Er sieht eine klare Veränderung in der Arbeit und der Aufstellung einer Personalabteilung. Weg von der reinen Stellenanzeige, hin zu einer “Vertriebsabteilung” in der Eigenengagement unumgänglich ist. Somit wird es für HR-Dienstleister auch immer wichtiger die richtigen/wesentlichen Bewerber-Zielgruppen zu erreichen, um für die Unternehmen die richtige Dienstleistung anzubieten.

Nov 16, 2010
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HR-Trends: Experten-Interview mit Florian Behn über Stellenanzeigen, Karriereseiten und Recruiting-Trends

Florian Behn ist Geschäftsführer von 1000jobboersen.de und hat sich gefreut, mit uns ein Experten-Interview zu führen. Die Plattform 1000jobboersen.de bietet eine Aggregation aller für die Stellenausschreibung relevanten Jobbörsen an. Hier bekommen Unternehmen die Möglichkeit, zeitsparend und kosteneffektiv ihre Stellenanzeigen auf den bezeichnenden Jobbörsen zu veröffentlichen ohne dort einzelne Anfragen stellen zu müssen.

Stellenanzeigen besitzen immer noch eine hohe Priorität. Dies bestätigt Florian Behn in dem Interview. Doch sieht er auch Schwierigkeiten darin, die Zielgruppen zu erreichen. Unternehmen mit einer präsenten Employer Brand haben oftmals allein durch die Stellenausschreibung auf ihren Karriereseiten einen entsprechenden Bewerberrücklauf.  Die Nutzung alternativer Kanäle ist seiner Meinung ein wesentlicher HR-Trend (im Recruiting). Neben der komplizierten Suche nach Professionals, werden daher Social Media und Nischenportale in Zukunft eine große Rolle spielen.

Nov 2, 2010

HR-Trends: Experteninterview mit Christian Kramberg über Recruitingmessen, Stellenanzeigen, Social Media und Trends

HR-Trends gefragt: Neues Gesicht in 2010

Als zweiten Interviewpartner möchten wir an dieser Stelle Christian Kramberg (Geschäftsführer von MSW & Partner) vorstellen.  MSW & Partner ist als Personalberatung spezialisiert auf Recruiting-Services (Preselection) im Bereich hochqualifizierter Hochschulabsolventen, Referendare und Young Professionals. Als einer der führenden Anbieter von Recruitingmessen, wird auch in diesem Jahr abermals die “Career Venture” durchgeführt.

Christian Kramberg spricht im Interview über die Recruiting-Trends in den nächsten 3 Jahren. Viele sehen in Social Media eine Chance, er hingegen steht diesem Thema eher kritisch gegenüber. Weitere Themen sind hier (Online-)Recruitingmessen, die klassischen Stellenanziegen und aufgrund der “Stand-Nachbarschaft” mit Kimeta natürlich auch die Metasuchmaschinen sowie die dazugehörigen Chancen für Unternehmen.

Jan 18, 2010

Stellenanzeigen 2010 – Wiedergeburt der Karriere-Webseite und Stellenbörsen in der Midlife-Crisis

Dies ist der dritte Teil unserer Prognosen zum Recruiting 2010. Hatten wir uns im ersten Teil den Recruiting-Markt und im zweiten Teil das Social Recruiting angeschaut, beleuchten wir diesmal eher die klassischen Recruiting-Kanäle: Stellenbörsen, Print und Karriere-Webseiten. Im vierten Teil schauen wir uns die Emerging Trends 2010 an.

Neue Marktgegebenheiten fordern die Stellenbörsen zu einem Wandel

Durch den – bereits im ersten Teil prognostizierten – erhöhten Wettbewerbsdruck auf Recruiting-Dienstleister und die wachsende Bedeutung von Social Recruiting wird 2010 ein wichtiges Jahr für Stellenbörsen. Wir sehen 3 zentrale Entwicklungen, die die Zukunft der Stellenbörsen beeinflussen:

  1. Der Erfolgsdruck der Unternehmen wird die Anbieter erheblich unter Kostendruck setzen. Viele Jobbörsen haben in 2009 starke Rabatte gegeben. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Preise mit anziehendem Arbeitsmarkt wieder erholen werden.
  2. Meta-Jobsuchmaschinen gibt es schon seit einiger Zeit und haben (als Gesamtheit) kontinuierlich an Traffic gewonnen. Sie bieten den Bewerbern eine sehr elegante Möglichkeit über viele Jobbörsen hinweg aggregiert ausgeschriebene Positionen zu sehen. Aufgrund des Nutzenvorteils werden Sie auch 2010 kontinuierlich weiter wachsen und Marktanteile gewinnen.
  3. Das Wachstum der Meta-Jobsuchmaschinen, Google und Social Media stärkt auch das Wachstum der Karriere-Webseiten von Unternehmen, da diese indiziert werden und so Jobsuchenden unternehmensübergreifend zur Verfügung stehen. Zudem stärken die Employer Branding Kampagnen der Unternehmen die Bekanntheit ihrer Karriere-Webseiten.

Ohne Frage werden Stellenbörsen weiterhin existieren und eine zentrale Rolle im Recruiting-Mix einnehmen. In 2010 wird das Spannungsfeld zwischen Erhalt des Altgeschäfts und Aufbau von innovativem – aber anfangs unsicherem – Neugeschäft nochmal zunehmen. Unsere Prognose: Mindestens eine namhafte Plattform wird in Schwierigkeiten kommen und/oder es wird eine weitere Marktkonsolidierung (i.S. einer Übernahme oder eines Zusammenschlusses) geben.

Karriere-Webseiten als Recruiting-Kanal (wieder)entdeckt sowie für Jobsuchende und Suchmaschinen schick gemacht

2010 gibt es die “Erneuerung” der unternehmenseigenen Karriere-Webseite. Zwei wesentliche Faktoren spielen dabei eine Rolle: Der Long-Tail und die Karriere-Webseite als letzte “Überzeugungsinstanz” vor der Bewerbung.

Unternehmen haben erkannt, das Meta-Suchmaschinen, Google und Social Media eine ganze Menge an Traffic auf die Karrierewebseite bringen können. In Zukunft kann auch eine suchmaschinenoptimierte Stellenbeschreibung durchaus qualifizierte Bewerber bringen. Diese wird von den Suchmaschinen (Google, Bing etc.) und den spezialisierten Meta-Jobsuchmaschinen gefunden und somit für Jobsuchende “findbar” gemacht. So bekommen Unternehmen auch Long-Tail-Traffic. SEO-Agenturen können sich daher auf eine steigende Anzahl Aufträge für die Optimierung von Karriere-Webseiten freuen. Recruiter müssen sich mit SEO-Grundlagen vertraut machen.

Der zweite Faktor ist, dass Bewerber sich immer auch auf der Karriere-Webseite des Unternehmens umschauen, unabhängig wo sie die Stellenanzeige gesehen haben. Je ansprechender und nutzerfreundlicher die Webseite, umso wahrscheinlicher ist, dass sich der Kandidat tatsächlich bewirbt. Dadurch werden Nutzerfreundlichkeit, aber auch Web Analytics (Stichwort A/B Testing etc.) ein Thema. Hoffentlich auch mit entsprechenden Resultaten – wahrscheinlich erfolgt die Umsetzung (in der Breite) aber noch nicht in 2010.

Print ist nicht tot, spielt aber nur noch eine Nebenrolle

Print ist nicht tot, wird aber in 2010 zunehmend selektiv eingesetzt. Für bestimmte Positionen (z.B. Professoren und Geschäftsführer) wird auch 2010 Print noch ein sehr effektives Medium sein. Und aus Dienstleister-Sicht lässt sich mit Printanzeigen immer noch gutes Geld verdienen.

Die Printmedien haben aber ein strukturelles Problem (mehr dazu in der ausführlichen Präsentation von Morgan Stanley), bei dem der Wegfall von Stellenanzeigen nur ein Randsymptom ist. Die Zunahme von elektronischen Readern (wie dem Kindle von Amazon) und Smartphones (Nexus One, Palm Pre, iPhone etc.) läuten das Ende der gedruckten Tageszeitung ein.

Die Stellenanzeige bleibt uns erhalten – langweilig wie eh und je

Auch wenn sich die Distributionskanäle verschieben, bleibt uns auch in 2010 die Stellenanzeige erhalten. Leider werden wir weiterhin viele langweilige Anzeigen mit standardisierten Texten sehen. Dabei ist es einfach, die Stellenanzeigen z.B. mit Fotos oder Videos der Abteilungen, des Standortes oder zumindest des Unternehmens aufzupeppen.

Für 2010 erwarten wir eine insgesamt breitere Distribution von Stellenanzeigen über verschiedene Hauptkanäle und eine zusätzliche fokussierte Platzierung in “Talent Hubs” in denen sich die Zielgruppe aufhält. Interessant wäre es performance-basierte Stellen-Distributoren zu sehen, die Nutzer von zielgruppenspezifischen Webseiten (Blogs, sozialen Netzwerken, Foren, Themenseiten etc.) auf die Stellenanzeige leiten. Monster bietet mit seinem Career Ad Network etwas ähnliches (zum Pauschalpreis) an. Hier sehen wir auch für die Zukunft noch einen spannenden Markt.

Anregungen, Ideen, Feedback?

Wir freuen uns über Rückmeldungen. Was glauben Sie: Werden Jobbörsen Marktanteile verlieren? Ist die Printanzeige tot? Werden Stellenanzeigen multimedialer? Wie wichtig ist die Karriere-Webseite im Recruiting-Mix?