Prognosen und Trends im HR – Die Top 20 Beiträge
In unserer 4-teiligen Serie zu den HR-Prognosen 2010 haben wir über Recruiting, Social Media, Stellenanzeigen und Emerging Trends geschrieben. Neben unserer Einschätzung zur Entwicklung im HR-Markt gab es aber dieses Jahr noch weitere Beiträge zum Thema Prognosen und Trends. Vor dem Hintergrund unserer Serie “HR-Trends” haben wir uns auf die Suche nach genau diesen Beiträgen gemacht und die Top 20 zusammengetragen. Wir haben sie (so gut wie möglich) in die 3 Rubriken Personalmanagement, Recruiting und Employer Branding unterteilt. Wir sind gespannt welche Prognosen davon zum Ende des Jahres eingetreten sind
Personalmanagement
1. “Trends 2010 im Personalmanagement” ein Sonderheft von der Personalwirtschaft
2. “Top 10 trends for 2010” von recruitment extra auf Thomson Reuters Australia
3. “Personalmanagement ist trotz guter Arbeit auch 2010 gefordert” das HR-Barometer von Hewitt Associates
4. “Das wird 2010 im Online HR-Bereich und meine Empfehlungen” von Online-Recruiting.net
5. “HR-Klima Index 2010” von Kienbaum
6. “Recruiting Trends im Mittelstand 2010” eine Studie von CHRIS, der Universitäten Bamberg und der Monster AG
7. “HR Trends 2010” eine Slideshow von Dr. Jörg Klukas
8. “What’s Hot for 2010” von Kevin Wheeler
9. “Die Zukunft der Personalberatung liegt im Netz – Ein Essay” von Jan und Alexander von atenta
Recruiting
10. “Emerging Talent Acquisition Trends for 2010: Are You Ready For a Roller Coaster?” von Dr. John Sullivan
11. “Recruitment predictions for 2010” von recruiting futurology
12. “Perspektivenwechsel” von Armin Trost
13. “2010 New Year predictions for social recruiting et al” von hire strategies
14. “Recruitment, assessment, and personnel selection” von hr tests
15. “Social Media Report HR 2010” von Thorsten zur Jacobsmühlen
16. “Sourcing Trends and Predictions 2010” von Lou Adler
17. “My recruitment Top 2010” von Orange Recruitment Services
Employer Branding
18. “warum social media für employer branding (noch) wichtiger werden wird” von saatkorn
19. “10 Personal Branding Predictions for 2010” vom Personal Branding Blog
20. “Human Capital Predictions for 2010” von Burton Goldfield
Haben wir einen Beitrag vergessen? Wir freuen uns über Feedback.
Chancen und Karriere veröffentlicht unsere Prognosen zum Social Recruiting 2010
Wir haben viele positive Rückmeldungen bzgl. unserer Recruiting Prognosen 2010 erhalten. Insbesondere zu den Prognosen zum Social Recruiting 2010 – Soziale Evolution aber keine Twitter Revolution kamen etliche Anmerkungen und Fragen. Auch auf unserem Workshop zu Recruiting und Employer Branding mit Social Media konnten wir Elemente davon diskutieren.
Für Chancen und Karriere – dem Vermarkter der Personalmärkte der Premiumtitel der Verlagsgruppe Holtzbrinck – haben wir den Artikel noch mal überarbeitet. Hier ist unsere Prognose zu Social Recruiting 2010 (PDF öffnet im Browser) für die Leser von Chancen und Karriere. Wir freuen uns über die Veröffentlichung.
Workshop: Recruiting und Employer Branding mit Social Media
Wir hatten ja schon die Teilnehmerfragen zur Studie zu Recruiting und Employer Branding mit Social Media und erste Studienergebnisse veröffentlicht. Die Erstveröffentlichung und Diskussion der Ergebnisse fand im Rahmen eines Workshops auf der World Business Dialogue Konferenz an der Uni Köln statt. Sowohl Studie als auch Workshop sind in Zusammenarbeit mit dem Karriere-Netzwerk Squeaker.net und der studentischen Unternehmensberatung Oscar entstanden.
Neben den im Vorfeld eingereichten Fragen und Themen der Studienteilnehmer wurden weitere während des Workshops besprochen. Dabei haben wir uns thematisch auf die heterogene Gruppe eingestellt. Die Teilnehmer waren zur Hälfte (potentiell) Jobsuchende und zur anderen Hälfte Arbeitgeber(vertreter). Insgesamt haben sowohl die internationale Herkunft der Teilnehmer als auch die unterschiedliche Social Media Affinität sich nicht als großes Problem erwiesen. Die Teilnahme an den Diskussionen war gut sowie im Stil konstruktiv und – was uns sehr gefreut hat – inhaltlich durchaus kontrovers.
Eine Auflistung verschiedener Themen und Diskussionspunkte haben wir auf Flipchart festgehalten (Foto vom Flickr-Stream von Bernd Schmitz):
Die wesentlichen Themenschwerpunkte die diskutiert wurden:
Bezogen auf Karriere und Job:
- Wie soll ich als Nutzer mit dem Trend der Vermischung von Beruflichem und Privatem in sozialen Netzwerken umgehen?
- Wie gehe ich mit dem “sozialen” Druck von beruflichen Kontaktanfragen um?
- Soll ich meinen Mitarbeitern aktiv eine Freundschafteinladung schicken?
- Wieviel private Informationen sollte ich in Social Media posten?
- Welche Medienkompetenzen für Nutzer und Mitarbeiter sind in der heutigen Zeit wichtig?
- Wie werden Informationen in sozialen Netzwerken konsumiert: aktiv danach Suchen vs. “die Information findet mich”?
Bezogen auf Employer Branding und Recruiting:
- Ist Social Media für alle Marken und Unternehmen interessant/notwendig?
- Ist Facebook nur für große Unternehmen oder auch für KMU geeignet?
- Welche sozialen Netzwerk sollten Unternehmen für das Recruiting/Employer Branding nutzen?
- Welche Recruiting-Erfolge konnten bisher mit Social Media erzielt werden?
- Wieviel Aufwand bedeutet das kontinuierliche Pflegen von Social Media Kanälen (für Unternehmen)?
- Wie sollten Unternehmen mit negativen Postings umgehen?
- Sollte man den Wettbewerbern auf sozialen Netzwerken folgen?
- Sollten Unternehmen den direkten Kontakt von Bewerbern zu Mitarbeitern des eigenen Unternehmens erlauben/aktiv unterstützen?
- Wie kann ich als Unternehmen die Kommunikation auf meinen sozialen Kanälen kontrollieren?
- Wie kann ich Social Media innerhalb des Unternehmens (z.B. beim Controlling) rechtfertigen?
Eine Reihe der diskutierten Fragen haben wir in einem zusätzlichen Kapitel ans Ende der Präsentation zur Studie angehängt. Etliche haben wir um Meinungen und Ergebnisse des Workshops ergänzt. Für Jeden der sich näher mit den Thematiken auseinandersetzen möchte lohnt ein Blick.
Sollte es weiterführende Fragen zu Inhalten, Ergebnissen oder Themenschwerpunkten des Workshops oder/und Studie geben, so können Sie sich gerne an einen der drei am Ende der Präsentation genannten Ansprechpartner wenden. Ich bin erreichbar unter manuel.koelman[at]talential.com.
Teilnehmerfragen zur Studie zu Recruiting und Employer Branding mit Social Media
Wir hatten ja schon erste Ergebnisse der Studie zu Recruiting und Employer Branding mit Social Media veröffentlicht. Während der Umfrage haben wir verschiedene Fragen gesammelt und dann während des Workshops als “Fragenwand” präsentiert. Bernd Schmitz – Leiter des Hochschulmarketings von Bayer und Teilnehmer des Workshops – hat die Fragenwand dankenswerter Weise fotografiert und auf seinem Flickr-Stream veröffentlicht (zum Lesen der Fragen auf das Foto klicken).
Für uns waren die Fragen überaus interessant. Es wird wieder mal deutlich, dass es neben dem “Biotop” der social-media-affinen Nutzerschaft noch eine Vielzahl anderer Nutzer gibt, mit sehr unterschiedlicher Wahrnehmung, Meinung und Wissen/Kompetenz bzgl. Social Media. Hier einige ausgewählte Kommentare und Fragen (da der Workshop in Englisch war, sind auch die Fragen in Englisch):
Fragen bzgl. der Karriere mit Social Media:
- Why should I work for companies who check my private life and do not respect my privacy?
- Siemens is sending an email to applicants, with the request to become a fan of Siemens careeer on Facebook. Is it okay to actively request this? Hence, some people don’t know how to react and if it influences their application process when they deny the invitation.
- Do employers really check the internet in order to get information about applicants?
- How can I benefit monetarily from social networks, as a user?
Fragen bzgl. Recruiting und Employer Branding mit Social Media:
- For a company to be serious in social media, hasn’t it to be social itself? (Not the PR department, the company…)
- Is there any industry wide standardization effort going to formalize the use of open social applications and mobile applications to promote various business?
- How can a company post relevant ads for potential employees with social media? How effective are these on average? (Fragen in diese Richtung wurde mehrfach gestellt)
Generelle Fragen/Aussagen zu Social Media:
- What’s your expectation on the consequences of social media for company cultures and corporate values?
- Is it favorable to have all this [social media] input unmonitored and uncensored!?
- Social media can be very tricky
Neben diesen Fragen gibt es noch weitere lesenswerte auf den verlinkten Fotos. Viel Spaß beim Stöbern.
HR-Trends gefragt: Was sind die Online-Recruiting Trends? HR-Experten geben Antwort
Neben den Social-Media Karriere-Tipps haben wir auf der Zukunft Personal HR-Experten ebenso nach Online-Recruiting Trends gefragt. Michael Lazik (Director Central Europe von Stepstone Solutions GmbH Sales), Dr. Volker Teschke (Geschäftsführer der Jobwiwi GmbH), Sabine Schneppenheim (OTS GmbH), Irina Green (AgeCon Ltd. & Co. KG) und Matthias Olten (Leiter Stellenmarkt von Kalaydo GmbH & Co. KG) geben Antworten auf die Frage wie Unternehmen in 3-5 Jahren rekrutieren.
Das Online-Recruiting bzw. E-Recruiting etabliert sich zu einem festen Recruiting-Kanal für Unternehmen. Das trifft insbesondere für kleine mittelständische Unternehmen zu, bei denen aktuell eine Vielzahl das Internet noch nicht in der Breite erschlossen haben. Die Print Stellenanzeigen werden zunehmend durch Print Employer Branding bzw. Image Anzeigen ersetzt. Die Stellenanzeigen selber werden dann nur noch online veröffentlicht. Ebenso spielen in Zukunft eine fragmentierte und somit fokussierte Zielgruppen-Ansprache und das Netzwork-Recruiting eine große Rolle, denn der War for Talents wird (zunehmend) Realität.
HR-Trends gefragt: Social-Media Karriere-Tipps für Fach- und Führungskräfte
Vor dem Hintergrund unserer Prognose “Social Media Recruiting 2010″ geben HR-Experten in einem kurzen Interview Fach- und Führungskräften Karriere-Tipps im Social Media Zeitalter. Es sprechen Michael Lazik (Director Central Europe von Stepstone Solutions GmbH Sales), Dr. Volker Teschke (Geschäftsführer der Jobwiwi GmbH) und Matthias Olten (Leiter Stellenmarkt von Kalaydo GmbH & Co. KG).
So raten die HR-Experten, “sich vorsichtig im Internet darzustellen”. Es sollte ein stimmiges und von einem selber gewünschtes Bild entstehen. Private Partybilder könnten daher nicht vorteilhaft sein. Denn Spuren im Internet bleiben ein ganzes Leben lang. Zudem führen auch Personaler in den üblichen Social Media Kanälen Background Checks durch.
Im Rahmen unserer Serie “HR-Trends” gibt es auf unserem Blog noch weitere spannende Interviews.
Social Recruiting 2010 – Soziale Evolution aber keine Twitter Revolution
Dies ist der zweite Teil unserer Serie zu Recruiting 2010. Anfang der Woche hatten wir den ersten Teil mit unseren generellen Prognosen zum Markt, Recruitern und Recruiting-Dienstleistern gepostet. Also hier nun einige Einschätzungen rund um das Thema Social Recruiting. Außerdem gibt es noch einen dritten Teil zu Stellenanzeigen 2010 und einen vierten Teil zu Emerging Trends 2010.
Social (Media) Recruiting wird vom Hype zum ernsthaften Recruiting-Kanal
Social Media Recruiting oder Social Recruiting wird 2010 die Hype-Ecke verlassen. In 2010 werden wir sehen welchen Mehrwert Social Media im Recruiting tatsächlich leisten kann. Der Begriff “Social Recruiting” oder “Social Media Recruiting” wird HR-Mainstream und es wird wohl ein geflügeltes Wort auf Konferenzen werden. Hoffentlich nicht nur nach dem Motto “Alter Wein in neuen Schläuchen”, sondern tatsächlich auch mit frischen Inhalten und innovativen Maßnahmen unterlegt.
Allerdings wissen auch 2010 viele Arbeitgeber noch nicht wie sie am Besten mit ihrer Kandidaten-Zielgruppe auf den sozialen Kanälen kommunizieren sollen. Das Problem fängt aber schon früher an: Etliche wissen nicht wo die Zielgruppe sich aufhält und angesprochen werden kann oder besser gesagt angesprochen werden will.
Wir hatten ja schon erwähnt, das die Krise die Forderung nach messbarem Recruiting forciert. Deshalb wird es in Unternehmen viele Diskussionen über den ROI von Social Recruiting geben. Allerdings haben viele Arbeitgeber keinen Vergleich, da sie auch den ROI herkömmlicher Kanäle nicht kennen.
Prognose: Auch 2010 steckt Social Recruiting noch in den Kinderschuhen. Es wird viel experimentiert und probiert. Es macht eine Menge Spaß (ja, uns auch
), aber es kommt nicht immer was Zählbares dabei heraus. Aber auch wir sind der Meinung: Wer jetzt nicht mit ausprobiert läuft Gefahr den Anschluss zu verlieren. Es ist insbesondere wichtig den Wandel durch Social Media zu verstehen: Social Media ist ein Prozess und kein Event.
Hier eine Einschätzung zu den verschiedenen Social-Recruiting-Kanälen im Jahr 2010.
Keine Twitter-Revolution – Twitter wird nicht die erhofften Recruiting-Erfolge bringen
Twitter – der Social Media Hype 2009 – wird als Recruiting-Instrument (Twitter für das Employer Branding werden wir nochmal gesondert beleuchten) hinter den Erwartungen zurückbleiben. Wir hatten ja auch schon gezwitschert, dass Twitter für einige Jobbörsen, Recruiting-Abteilungen und HR-Dienstleister nicht mehr als ein trendiger RSS Feed ist, über den Jobs oder Artikel in das Twitterversum gepushed werden. Allerdings muss man fairerweise sagen: Aus Recruiting-Sicht ist dies wahrscheinlich erstmal das Maximale, was aus Twitter rauszuholen ist. Signifikant mehr Einstellungen bzw. Bewerbungen durch Twitter gab es 2009 nicht und wird es unserer Einschätzung nach auch 2010 nicht geben. Und das sagen wir auch, obwohl es einige durchaus spannende Angebote (z.B. Jobtweet) im Markt gibt.
Daher wird Twitter in 2010 ein (kleiner) Baustein im Recruiting-Mix sein, aber für die meisten Branchen in keinster Weise dominieren. Offene Vakanzen können über Twitter als weiterer Kanal publiziert werden, um so den Long-Tail zu erreichen. Dieser kommt insbesondere über Google und Bing. Unsere Empfehlungen für personalsuchende Unternehmen: Seien Sie auf Twitter präsent, aber limitieren Sie die eingesetzten Ressourcen. Und wenn Sie – was durchaus legitim ist – nur Informationen “pushen” wollen, dann kennzeichnen Sie Ihren Account entsprechend. Sie werden dann zwar nicht viele Follower haben, aber Sie werden über die Suche immerhin gefunden.
“Volks”-Netzwerke: Facebook als zukünftiger Recruiting-Kanal, aber wie einsetzen?
Facebook wird das soziale Netzwerk sein, welches auch 2010 in Deutschland weiterhin stark wachsen wird. Weltweit hat Facebook nach Eigenaussage über 350 Mio. aktive(!) Nutzer, davon knapp 6 Mio. in Deutschland. Aber nicht nur die Nutzerzahlen wachsen, es sieht so aus als würde das Innovationstempo ungebremst weiter gehen. Im Frühjahr soll z.B. die Open Graph API kommen. Damit können ganze Webseiten in Facebook integriert werden, mit einer ganzen Reihe neuer Nutzungsszenarien. Als spannendes Feld sehen wir außerdem auf Facebook basierende location-based Services. Für das Recruiting werden diese im Jahr 2010 aber wohl noch nicht wirklich eingesetzt.
Facebook ist für uns die Plattform, die auch in Zukunft das Tempo vorgeben wird. Neben den hauseigenen Innovationen erwarten wir eine ganze Reihe an innovativen Recruiting-Dienstleistungen rund um Facebook. Auf diese neuen Geschäftsmodelle sind wir schon sehr gespannt. Bis sich die ersten wirklich erfolgsversprechenden Anbieter herauskristallisiert haben, werden Recruiter aber noch nach dem Motto “trial and error” ihr Glück versuchen. Ähnlich wie Twitter haben “Early Mover” zwar den Image-Vorteil, zählbare Erfolge für das Recruiting wird es dort aber erstmal noch nicht geben.
Und was ist mit StudiVZ oder Wer-Kennt-Wen? Die beiden größten deutschen sozialen Netzwerke werden in den nächsten Jahren – aus unserer Sicht – keine nennenswerte Rolle mehr spielen. In 2010 werden eventuell einige der großen (Recruiting-)Dienstleister Applikationen/Integrationen für StudiVZ oder Wer-Kennt-Wen entwickeln. Allerdings glauben wir nicht, dass es hier langfristige Chancen gibt. Es sei denn StudiVZ richtet sich als Karriere-Netzwerk aus, aber das wäre eher ein Thema für einen anderen Beitrag.
Business-Netzwerke: LinkedIn gewinnt in Deutschland Marktanteile, Xing mit Nachholbedarf
Wir erwarten, dass LinkedIn – ähnlich wie Facebook in 2009 – seine Nutzerzahlen in Deutschland deutlich steigern wird. Nicht nur, dass LinkedIn mittlerweile eine deutsche Version hat, Sie sind auch bei der Einbindung von Applikationen Xing einige Schritte voraus. Das größte Manko haben wir bis jetzt in der unübersichtlichen Oberfläche gesehen. Erste Schritte zur Verbesserung dazu gab es Ende 2009. Wenn LinkedIn diese noch weiter vereinfacht und nutzerfreundlicher gestaltet, haben sie durchaus auch in Deutschland eine richtige Chance Xing signifikante Marktanteile abzunehmen.
Unsere Prognose: 2010 wird das Jahr sein in dem viele Nutzer doppelte Accounts sowohl auf LinkedIn als auch auf Xing haben werden (ähnlich wie bei StudiVZ und Facebook in 08/09). Es wird spannend sein, zu schauen wer sich letztendlich durchsetzen wird. Das Rennen ist durchaus noch offen. Allerdings gibt es bei sozialen Netzwerken den Hang zur Monopolbildung. Aufgrund der größeren Nutzerzahlen erwarten wir, dass langfristig LinkedIn den Markt dominieren wird…. Und sobald die Nutzerzahlen weiter steigen, wird LinkedIn auch für deutsche Recruiter eine interessante Alternative. Zumal die Möglichkeiten für dasRecruiting bei LinkedIn schon deutlich ausgereifter sind als bei Xing. Der neue Xing-Recruiter-Account hat uns bisher enttäuscht.
Egal wie das Rennen um die Nutzer ausgeht, im Vergleich zu klassischen Recruiting-Kanälen können und werden die Business-Netzwerke deutlich zulegen. Denn nicht nur das Einstellen von Stellenanzeigen, auch das aktive Ansprechen von interessanten Kandidaten kann hier – je nach Branche – durchaus effektiv sein.
“Netzwerk”-Recruiting wird professionalisiert
Recruiting über das persönliche oder über das Unternehmensnetzwerk war schon immer wichtig. Durch die neuen sozialen Plattformen/Tools ist es viel einfacher geworden Kontakt zu halten und seinem Netzwerk interessante Infos mitzuteilen oder um Unterstützung zu bitten. Viele Mitarbeiter haben schon einen Account in einem dieser Netzwerke. Da Mitarbeiter glaubwürdige Multiplikatoren des Unternehmens sind, kann das existierende Netzwerk durchaus erfolgreich genutzt werden. Selbstverständlich ergeben sich daraus auch für die – in etlichen Unternehmen angebotenen – Mitarbeiter-Empfehlungs-Programme neue Chancen.
Für Recruiting-Dienstleister ist hier in 2010 ein spannender Markt. Erfolgreich werden aber nur die Anbieter, die auf existierende Plattformen (z.B. Facebook) setzen, anstatt auf geschlossene Systeme. So werden die Mitarbeiter dort eingebunden wo sie sich bereits aufhalten. Sobald die richtigen Tools auf dem Markt sind, ist die Professionalisierung von Mitarbeiter-Empfehlungen in Social Media nur noch eine Frage der Zeit.
In 2010 werden wir eine Neubelebung/Evolution der (Mitarbeiter-)Empfehlungen sehen. Allerdings reicht die Bereitstellung von technischen Möglichkeiten nicht aus. Eine spannende Diskussion erwarten wir im Bezug auf die kulturellen Rahmenbedingungen/Grundlagen für ein solches Programm. Nicht jeder Mitarbeiter will in seinem Freundeskreis für seinen Arbeitgeber werben. Das Spannungsfeld “Sozialer Druck” vs. “Arbeitsumfeld-Druck” bzw. “work” vs. “leisure” wird auch da für Diskussionen sorgen.
Randnotiz: Nutzerfreundliche Integrationen von Network- bzw. Referral-Recruiting in bestehende Applicant Tracking Systeme (ATS) wären zwar wünschenswert, kommen aber für 2010 noch zu früh.
Anregungen, Ideen, Feedback?
Wir freuen uns über Rückmeldungen. Was glauben Sie: Ist Twitter für das Recruiting interessant? Wird Networking-Recruiting professionalisiert? Gewinnt LinkedIn weiter Marktanteile? Was passiert mit Xing?
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