embrander – Umsetzungsorientierte Beratung in Employer Branding und Enterprise 2.0
Kleider machen Leute – die Außendarstellung macht das Unternehmen. Doch wie im Sprichwort genügt die nach außen sichtbare Hülle alleine nicht. Eine authentische und nachhaltig gelebte Kultur ist entscheidend. Bei unseren Gesprächen, Vorträgen und Social Media Aktivitäten im Bereich Employer Branding und Social Media werden wir zunehmend als Berater zu diesen Themen angefragt und haben deshalb beschlossen, auf diese positive Resonanz und das hohe Interesse zu reagieren.
Wir haben daher unsere Management-Beratungsaktivitäten in die Marke embrander ausgegliedert und dabei den Fokus auf Employer Branding, also der Arbeitgebermarkenbildung, und Enterprise 2.0, der beruflichen Nutzung von Social Web Mechanismen und Tools im Unternehmen, auf Social Media und Online-Personalmarketing gesetzt. Unser Ziel ist, Unternehmen als erfahrener Partner zur Seite zu stehen und sie in diesen Themenbereichen von der Erstanalyse und Strategieentwicklung über die strategische Maßnahmeplanung bis hin zur nachhaltigen Umsetzung zu begleiten.
Nicht nur “darstellen” sondern “sein”
Unser Berater-Team verfügt mit Florian Schreckenbach, Andreas Küffner, Manuel Koelman und Henner Knabenreich über langjährige und einschlägige Erfahrungen in Strategieentwicklung und -umsetzung, Change Management, Organisations- und Prozessberatung, kontinuierlichen Verbesserungsprogrammen sowie Markt- und Wettbewerbsanalysen.
“Ganzheitlich ist ein Konzept erst dann, wenn nicht nur die Außenwirkung, sondern auch die Unternehmenskultur mit einbezogen wird”, sagt Management-Berater Florian Schreckenbach. “Nur dann kann ein Unternehmen verifizieren, dass es auch wirklich das ist, was es nach außen darstellt.” Gemäß unserem Beratungs-Verständnis bemessen wir den Erfolg unserer Beratung nicht an der “Schönheit” des Konzeptes, sondern an seiner nachhaltigen Umsetzbarkeit. Für uns bedeutet das, Komplexität zu reduzieren ohne zu simplifizieren, sich an Sinnvollem und Machbarem zu orientieren und unsere Kunden zu befähigen, die neuen Konzepte nach der Umsetzung auch “zu leben”.
Wissenschaft und Praxis sinnvoll zusammenführen
Um unser Wissen durchgehend mit der aktuellen Forschung gegenzuspiegeln, arbeiten wir eng mit Prof. Petry von der Business School Wiesbaden als wissenschaftlichem Sparringpartner zusammen. Regelmäßig erarbeiten wir gemeinsam mit der Business School Studien, Fallstudienanalysen und Artikel zu grundsätzlichen und aktuellen Entwicklungen in den Beratungsfeldern Enterprise 2.0, Employer Branding, Personalmarketing und Social Media. Im Zusammenspiel mit der Projekt- und Praxiserfahrung rundet dieser Gegenpol unseren Berateranspruch nach einer ganzheitlichen Herangehensweise ab.
Embrander grenzt sich durch seine Beratungsschwerpunkte bewusst von Talentials Online-Recruiting-Dienstleistungen ab und spezialisiert seine Tätigkeiten in neuausgerichteten Themen; im Sinne der Ganzheitlichkeit binden wir das jahrelange und reichhaltige Wissen bei der Strategieentwicklung zusätzlich ein. Als umsetzungsorientierter Partner beraten wir von embrander Unternehmen des industriellen Mittelstandes und Konzerne verschiedenster Branchen bis hin zu führenden eCommerce Unternehmen.
Neugierig auf Enterprise 2.0 geworden? Die Slideshow zeigt, welche Chancen es Unternehmen bietet und wie wir diese umsetzen:
Aufruf zu der Umfrage “Personalmarketing im Social Media”
Ein Leben ohne Facebook, Youtube, Xing & Co.? Mittlerweile für sehr viele zumindest im Privaten undenkbar.
Viele Unternehmen haben Social Media als einen Employer Branding “Kanal” entdeckt und werben dort um die Gunst der Talente. Aber ist das eigentlich aus der Sicht der umworbenen Talente gewünscht? Ist für sie Social Media ein Mehrwert zu der Karriere-Website des Unternehmens? Welche Personalmarketing Aktivitäten im Social Media sind denn aus Sicht der Zielgruppe erfolgreich und welche nicht?
Im Rahmen einer empirischen Untersuchung des Lehrstuhls für Organisation & Personalmanagement (Prof. Dr. Thorsten Petry) an der Wiesbaden Business School, Talential, Embrander sowie der Zeitschrift Personalwirtschaft wollen wir diese Fragen beantworten. Das genaue Thema der Studie lautet “Personalmarketing im Social Media”. Die Zielgruppen sind Azubis, Studenten/Absolventen, Young Professionals und Fach- & Führungskräfte. Um aussagekräftige Daten zu erhalten, sind wir hierbei auf Ihre Unterstützung angewiesen.
> Zur Umfrage <
Die Umfrage dauert nur ca. 5 Minuten. Die Teilnahme erfolgt natürlich anonym. Wenn Sie uns eine E-Mail-Adresse hinterlassen, senden wir Ihnen gerne einen Ergebnisbericht.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Danke !
Charles Schmidt im Interview: “Wer Social Media ignoriert, wird nicht mitverfolgen können, was über sein Unternehmen im Social Web kommuniziert wird”
Charles Schmidt wurde 1969 in El Paso, Texas geboren. Schmidt ist verheiratet, hat einen Sohn und eine Tochter und lebt heute in Maxhütte-Haidhof, rund 20 Kilometer nördlich von Regensburg.
In der Zeit von 1989 bis 2004 produzierte der Elektrotechniker rund 600 Image-, Produkt- und Schulungsfilme für die Krones AG.
2004 übernahm Schmidt zusätzlich die Gruppe Creations innerhalb der Konzernkommunikation des Weltmarktführers für Abfüll- und Verpackungstechnik. 2008 launchte Schmidt gemeinsam mit der Bavaria interactive die Plattform krones.tv. Von 2008 bis 2010 wurden hier rund 200 Videos veröffentlicht.
Seit 2010 ist Charles Schmidt auch Corporate Social Media Officer der Krones AG.
Guten Tag Herr Schmidt. Vorab danke ich Ihnen für das Interview. Ich bin über das Video “The next Big Thing” auf Ihre Employer Branding bzw. Social Media Aktivitäten aufmerksam geworden. Das Video gefällt mir sehr gut. Zudem gibt es bei KronesTV noch eine Vielzahl weiterer Videos. Das alles kostet viel Zeit. Bleibt denn neben Ihrem Alltagsgeschäft Platz dafür?
Charles Schmidt: Vielen Dank für das Lob.
Die Krones AG entwickelt, fertigt und installiert komplexe Systeme für die Getränkeindustrie. Das Kerngeschäft bilden Abfüll-Linien, Etikettiermaschinen und Verpackungsanlagen. Darüber hinaus umfasst das Angebot auch Brauerei-, Logistik und IT-Systeme. Marketingtechnisch bewegt sich Krones damit im Bereich der „erklärungsbedürftigen Produkte“. Und um diese an den Kunden zu bringen, braucht es vor allem eins: dialogstarke Kommunikation.
Bereits seit Ende der 80er Jahre gibt es bei Krones eine eigene Videoabteilung. 2008 haben wir www.krones.tv gelauncht. Social Media ist für uns u.a. ein weiterer Kanal im (Online-) Kommunikations-Mix.
Aber mit einer Schnittstellenfunktion und besonderen Eigenschaften. Unternehmen kaufen nicht bei Unternehmen. Es sind die Menschen, die bei Menschen kaufen. Social Media verleiht dem Konzern ein menschlicheres Antlitz.
Lohnt sich die ganze Arbeit in Social Media denn überhaupt (Stichwort “ROI”)?
Charles Schmidt: Der Nutzen von Social Media ist analog zum Nutzen der Kommunikation an sich. Es können sowohl Informationen übermittelt werden als auch persönliche Beziehungen zwischen Menschen aufgebaut werden. Ob dies zum Nutzen und zum Wohle der Krones AG abläuft, ist vom Inhalt und der Zielsetzung der Kommunikation und nicht per se vom Kanal abhängig.
Daher stellt sich m. E. die Frage nach dem ROI weniger, als jene nach dem ROI (Risk of Ignoring). Wer Social Media ignoriert, wird nicht mitverfolgen können was über sein Unternehmen im Social Web kommuniziert wird.
Auf die Frage, was der Schlüssel erfolgreicher Social Media Aktivität ist, hört man immer häufiger die Antwort “Unternehmen müssen authentisch sein.” Was ist für Sie ein authentisches Unternehmensbild?
Charles Schmidt: Würde ich auch so sehen, Authentizität und Geschwindigkeit – das sind die beiden wichtigsten Schlagworte im Social Web. Eine offene Unternehmenskultur ist aus folgenden Gründen für den Einsatz von Social Media unerlässlich, auch um diese beiden Kommunikationsfaktoren erfolgreich bedienen zu können:
Sowohl für das Personalmarketing als auch für die Kommunikation mit (potentiellen) Kunden gilt: Erst wenn im Unternehmen eine offene Kultur gelebt wird, kann diese auch authentisch im Social Web nach außen kommuniziert werden. Gerade bei Unternehmen mit größerer Belegschaft sind die Mitarbeiter die wichtigsten Botschafter der Marke, im Guten wie im Schlechten. So wird ein „geschöntes“ Firmenimage in den sozialen Medien sehr schnell enttarnt, während eine authentische Kommunikation der Firmenkultur auf hohe Akzeptanz der Belegschaft stoßen wird. Um sich als gute (Arbeitgeber)Marke positionieren zu können, muss das Unternehmen die Karten auf den Tisch legen. Fotos, Videos, ein authentischer Dialog mit Mitarbeitern im Internet – all das zeigt den Arbeitgeber im besten Licht, aber eben ungeschönt – und das kommt bei Kunden ebenso gut an wie bei potentiellen Bewerbern.
Was hat die Präsenz auf Social Media Plattformen der eigenen Unternehmensseite voraus? Ist es die besagte Authentizität?
Charles Schmidt: Der Begriff „Cross-Media“ sagt es ja eigentlich schon: Social Media kann nur ein (ergänzender) Teil des Kommunikationsmixes sein. Gerade im B2B Bereich sind Corporate Websites mit „statischen“ Produktinformationen unerlässlich, da man im Social Web das Produkt unmöglich in allen seinen Einzelheiten, die für den Kunden kaufentscheidend sein können, darstellen kann. Allerdings sind Kampagnen über viele verschiedene Medienkanäle hinweg – kombiniert mit interessanten Inhalten im Social Web – eine interessante Möglichkeit, um zusätzliche Aufmerksamkeit zu erregen und mit dem Kunden in direkten Dialog treten zu können. Solche „crossmedialen“ Kampagnen werden in Zukunft m. E. weniger die Ausnahme als die Regel sein (siehe auch “The next Big Thing”).
Im Kontext von Social Media-Einsatz in Unternehmen taucht Ihr Name immer häufiger im Netz auf, z.B. im Rahmen von Interviews. Verstehen Sie sich als Social Media Experte?
Charles Schmidt: Wenn sich „Experte sein“ über die Anzahl der gegebenen Interviews definiert, scheine ich wohl auf einem ganz guten Weg zu sein. (lacht)
Aber im Ernst: Über 10.000 Menschen arbeiten weltweit für Krones. Ihr Denken und Handeln prägt das Bild von Krones, auch in den Mitmach-Medien. Die Persönlichkeit von Krones wird nicht vom Vorstand bestimmt – sie wird von den Mitarbeitern geschaffen. Denn sie sind es, denen Krones sein Gesicht verdankt. Ein Gesicht, das unsere Kunden überall wiedererkennen, dem sie vertrauen und das sie schätzen. Das ist ein wertvoller Vorteil, der uns vor unseren Wettbewerbern auszeichnet.
Die Antwort ist daher Nein.
Ich persönlich glaube auch nicht so ganz, dass es den Social Media Experten gibt.
Ich habe das Glück bei einem dialogstarken Unternehmen mit tollen Menschen, innerhalb der Konzernkommunikation, den Bereich Social Media zu verantworten.
Und darauf bin ich stolz. Stolz darauf, wie sehr die Krones Mitarbeiter das Projekt Social Media unterstützen und wie aktiv sie sich daran beteiligen. Das beweist uns, dass die Mitarbeiter fest hinter dem Unternehmen stehen und dass wir mit den Themen Transparenz und Dialogbereitschaft einen wichtigen Nerv getroffen haben.
Kann man dann überhaupt von Best Practices sprechen oder dienen erfolgreiche Kampagnen anderer Unternehmen nur als Ideengeber? Ein Erfolgsrezept scheint es nicht zu geben.
Charles Schmidt: Kommunikation über Social Media muss selbstverständlich auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens zugeschnitten sein. Patentrezepte gibt es deshalb nicht. Das gilt übrigens für Social Media genauso, wie für alle anderen Kommunikationskanäle. Jedes Unternehmen muss für sich selbst entscheiden, welche Zielgruppen es bedienen und welche Kanäle es dafür nutzen möchte. Dass man sich Anregungen auch von anderen Unternehmen (bzw. sog. „Best Practices“) holt, liegt in der Natur der Sache und ist auch völlig legitim, zumal es sich ja um eine sehr junge Kommunikationsform handelt.
Gibt es dennoch Tipps bzw. Erfolgsfaktoren für einen soliden Start in Social Media?
Charles Schmidt: Eine gute Basis ist natürlich eine offene und dialogorientierte Unternehmenskultur. Wenn man seine Mitarbeiter dafür begeistern kann, sich im Social Web als „Fan“ des Unternehmens zu „outen“, ist man schon auf einem guten Weg.
Für einen erfolgreichen Start ins Abenteuer Social Media gibt es weiterhin einige „handwerkliche“ Basics zu beachten:
Im Vorfeld muss zugehört werden. Nur wenn man weiß, was im Web über das Unternehmen kommuniziert wird, lässt sich eine sinnvolle Strategie entwickeln. Sind die Themen und Influencer dann einmal bekannt, tut man sich natürlich viel leichter – auch mit der Auswahl der Zielgruppen, Kanäle, Themen etc… Anschließend gilt: Inhalte, Inhalte, Inhalte. Am besten sollte man sich bereits im Vorfeld klar werden, aus welchen Quellen mögliche Themen für die Online-Kommunikation kommen können. Wo sind versteckte Potentiale, die auf den ersten Blick nicht gleich ersichtlich sind? Diese gilt es zu erschließen. Ich bin mir sicher, jedes Unternehmen hat interessante Geschichten zu erzählen, die über reine Werbebotschaften hinausgehen.
Nutzen Sie Social Media eigentlich auch unternehmensintern (Stichwort Enterprise 2.0), z.B. für Kommunikation und Wissensmanagement?
Charles Schmidt: Die Idee von Facebook, Twitter, Xing und Co kommt über kurz oder lang in jedes Unternehmen. Auch wir befassen uns intensiv mit der Einführung verschiedener Enterprise 2.0 Technologien und Plattformen.
Welche Vorteile haben sich durch interne Nutzung von Social Media ergeben?
Charles Schmidt: Wir stehen hier noch ziemlich am Anfang einer sicherlich sehr spannenden Entwicklung. Insofern kann und möchte ich hier noch nicht von Vor- oder Nachteilen sprechen. Allerdings ist eines klar: Bei Enterprise 2.0 geht es in erster Linie um Menschen und nicht um Technologien.
Herr Schmidt, danke Ihnen für das sehr interessante Gespräch und weiterhin viel Erfolg.
Zu den Themen Nutzung von Social Media im Employer Branding und Recruiting und Enterprise 2.0 haben wir jeweils eine Studie durchgeführt. Die Ergebnisberichte und weitere Informationen können gerne anfordert werden.
Zukunft Personal 2010 auf einen Blick: Experten-Interviews zu Themen Employer Branding, Social Media und HR-Trends
Im Rahmen unserer Serie HR-Trends haben wir auch dieses Jahr auf der Zukunft Personal 2010 wieder Experten-Interviews durchgeführt, die mittlerweile alle online sind. Folgende HR-Experten haben wir interviewt:
- Lutz Altmann (personalmarketingblog.de & humancaps): Social Media und seine Erfolgsfaktoren
- Florian Behn (1000jobboersen.de): Stellenanzeigen, Karriereseiten und Recruitingtrends
- Ute Blindert (zukx.de & “Business Ladies”): Frauen im Beruf und die Möglichkeiten eines Printmagazins
- Martin Gaedt (younect.de): Azubis, Recruiting und Trends im HR-Recruiting
- Christian Kramberg (MSW & Partner): Recruitingmessen, Stellenanzeigen, Social Media und HR-Trends
- Matthias Olten (kalaydo.de): Jobbörsen, Stellenanzeigen und Recruiting-Trends
- Martin Poreda (kununu.de): Social Media, Recruiting-Trends und Employer Branding
Wir danken an dieser Stelle nochmals unseren Gesprächspartnern für ihre Gesprächsbereitschaft und die tollen Diskussionen, die daraus noch entstanden sind.
An dieser Stelle bedanken wir uns auch noch für das positive Feedback zu unserem Impressionsvideo.
Unsere ausdrucksstarken Bilder und der Rückblick der Zukunft Personal 2010 (in Worten) runden unsere Aktivitäten ab.
HR-Trends: Lutz Altmann über Social Media und seine Erfolgsfaktoren
Wie bereits im Vorjahr konnten wir auch auf der Messe Zukunft Personal 2010 Lutz Altmann wieder für ein Fachgespräch gewinnen. Er ist Geschäftsführer von humancaps consulting und Betreiber des Personalmarketing-Blogs. Im Mittelpunkt von humancaps stehen vor allem technologie- und dienstleistungsorientierte Unternehmen. Die Beratung von Unternehmensverantwortlichen zählt somit genauso zu den Leistungen von humancaps wie die Begleitung von Kandidaten auf Ihrem Karriereweg.
Lutz Altmann ist sehr stark im Social Media aktiv, von daher stand auch dieses Thema im Fokus des Interviews. Durch eine von Talential durchgeführte Studie zum Thema “Nutzung von Social Media im Employer Branding und Recruiting” wurde deutlich, dass Ziele und Erfolge von Unternehmen in Bezug auf Social Media noch weit auseinandergehen. Die Gründe hierfür sieht Lutz Altmann vor allem darin, dass Social Media Aktivitäten in Unternehmen oftmals noch in den Kinderschuhen stecken. Auch kann er die Zurückhaltung von Kandidatenseite nachvollziehen, welche oftmals durch Unternehmensaktivitäten auf Facebook, in Foren, Blogs oder weiteren Social Media Kanälen irritiert sind. Ebenso spricht er über die Erfolgsfaktoren für nachhaltige Social Media Aktivitäten im Unternehmen. Diese sind u.a. eine gezielte Bewerberansprache, die Nutzung von Social Media Kennzahlen und eine entsprechende Unternehmenskultur.
HR-Trends: Experteninterview mit Martin Poreda über Social Media, Recruiting-Trends und Employer Branding
Martin Poreda ist Geschäftsführer der Plattform kununu und stand uns auch wie bereits im Vorjahr auf unsere Fragen Rede und Antwort. Kununu bietet ArbeitnehmerInnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Möglichkeit, Arbeitsverhältnisse in Firmen anonym und seriös zu bewerten. Getreu dem Motto „die Jobs, die wir lieben“ liefert kununu auf positive Art und Weise Aufschluss über Arbeitsverhältnisse in Firmen.
Doch inwieweit ist es nun den Arbeitgebern noch möglich klassisches Employer Branding zu betreiben? Martin Poreda ist der Meinung, dass sich das klassische Employer Branding wandeln wird. Kernpunkt bei diesem Thema ist und bleibt seiner Aussage nach die Authentizität. Und als “Schmankerl” konnten wir auch ihm seine Social Media Trends in Bezug auf das Recruiting entlocken.
HR-Trends: Experteninterview mit Christian Kramberg über Recruitingmessen, Stellenanzeigen, Social Media und Trends
HR-Trends gefragt: Neues Gesicht in 2010
Als zweiten Interviewpartner möchten wir an dieser Stelle Christian Kramberg (Geschäftsführer von MSW & Partner) vorstellen. MSW & Partner ist als Personalberatung spezialisiert auf Recruiting-Services (Preselection) im Bereich hochqualifizierter Hochschulabsolventen, Referendare und Young Professionals. Als einer der führenden Anbieter von Recruitingmessen, wird auch in diesem Jahr abermals die “Career Venture” durchgeführt.
Christian Kramberg spricht im Interview über die Recruiting-Trends in den nächsten 3 Jahren. Viele sehen in Social Media eine Chance, er hingegen steht diesem Thema eher kritisch gegenüber. Weitere Themen sind hier (Online-)Recruitingmessen, die klassischen Stellenanziegen und aufgrund der “Stand-Nachbarschaft” mit Kimeta natürlich auch die Metasuchmaschinen sowie die dazugehörigen Chancen für Unternehmen.
Zukunft Personal 2010: Ein Rückblick
Wie schon in den letzten Beiträgen mit Video und Fotos sichtbar, waren wir letzte Woche auf der Zukunft Personal. Wir haben uns während und nach der Zukunft Personal im Team über Eindrücke und Meinungen ausgetauscht. Hier – besser spät als nie – eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.
Gut besucht, aber zwei Messetage reichen
Wir meinen, dass zwei Messetage ausreichen. Wir waren an allen drei Tagen anwesend und fanden den letzten Tag vergleichsweise leer. Am Donnerstag gab es ruhige Gänge, kein Gedränge an den Saftbars oder Kaffeetheken. Eigentlich schade, da es insbesondere am letzten Tag noch sehr interessante Vorträge und Podiumsdiskussionen gab.
Gut geeignet zum Networking in der HR-Szene
Auch dieses Jahr können wir sagen, die Zukunft Personal lohnt sich als Networking-Veranstaltung in der HR-Szene. Für HRler ist diese Veranstaltung also auf jeden Fall ein Pflichttermin. Inhaltlich hat uns die Zukunft Personal nicht wirklich überrascht. Wirkliche Neuerungen gab es unserer Meinung nach nicht.
Viele Themen, wenig Innovationen
Die gebotene Vielfalt an HR-Themen war enorm. Innovationen haben wir aber nicht wirklich entdecken können. Social Media wird schon seit Jahren gehyped, neu ist das Thema nicht mehr. Insbesondere haben uns aber die innovativen und zukunftsweisenden Geschäftsmodelle, Technologien und Dienstleistungen – zu Social Media, aber auch zu anderen Themen – gefehlt. Entweder wir haben sie übersehen oder sie waren nicht wirklich da.
Neulinge auf Orientierungssuche
Jana, die uns als Praktikantin begleitet hat, war zum ersten Mal auf der Messe. Sie beschreibt die Veranstaltung als Fluch und Segen: viele Namen, viele Eindrücke und nette Gespräche auf der einen Seite und ein großes Gelände ohne wirklichen Durch- bzw Überblick auf der anderen Seite. Denn dies fehlte bei der 3-Hallen-Verteilung besonders: ein handlicher Plan um auch in der hintersten Ecke wieder zu seinen favorisierten Anbietern zurückzufinden. Stattdessen: das Suchen nach einem Treppenaufgang, denn dort war im Allgemeinen auch ein Hallenplan zu finden.
Für Liebhaber: Nette Gimmicks und Aktionen
Es war ein Fest für jeden Besucher, der kleinen “Messe-Gimmics” nicht abgeneigt ist. Und auch die Aktionen von Eismann oder Zauberer bis Minigolf waren dieses Jahr wieder sehr nett. Impressionen in unserem Video.
Insgesamt fanden wir die Zukunft Personal gelungen. Insbesondere für den Austausch untereinander ist sie gut geeignet. Auch bekommt man einen ganz guten Überblick über die verschiedenen Themen und Dienstleistungen auf dem Markt. In Bezug auf wirkliche Trends und Innovationen sollte man die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, sonst wird man wahrscheinlich enttäuscht nach hause fahren.
HR-Trends: Experteninterview mit Martin Gaedt über Azubis, Recruiting und Trends
“HR-Trends gefragt” auf der Zukunft Personal geht in die 2. Runde
Aufgrund der guten Resonanz von der Zukunft Personal 2009 haben wir auch dieses Jahr im Rahmen unserer Serie HR-Trends Interviews mit Experten gemacht. So gibt es bekannte und neue Gesichter, “vier-Augen”- und “sechs-Augen”-Gespräche, eine Themenvielfalt von Trends über Recruiting-Messen, Einsatz von Social Media bis hin zur Zukunft der Print-Anzeige.
Vorhang auf: Das 1. Interview
Beginnen möchten wir an dieser Stelle mit Martin Gaedt (Geschäftsführer von younect). Wie bereits im Vorjahr konnten wir ihn auch in diesem Jahr wieder für ein Interview gewinnen. Younect ist ein Vermittler zwischen Schülern und Unternehmen und hilft Schülern bei der Berufsorientierung und Unternehmen bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen.
Martin Gaedt erläutert hier, wie wichtig es einerseits für Unternehmen und andererseits aber auch für angehende Auszubildende ist, regionale Netzwerke für ihre Ausbildungsplatzsuche zu nutzen. Die von ihm erwähnte Shell-Jugendstudie läßt viel Social Media Potential erahnen: 93% der Schüler sind täglich online und pflegen ihre Kontakte. Dies bedeutet somit für Unternehmen ihren jungen Nachwuchs dort abzuholen. Er zeigt sowohl negative als auch positive Trends im HR-Recruiting – insbesondere im Bereich Azubis – auf.
Aber selbst anschauen und anhören. Es ist eine sehr interessante Sichtweise und lohnt sich!
Studie: Enterprise 2.0 – Erfolg entscheidet sich auf kultureller Ebene
Die Mehrheit der befragten Unternehmen (62%) befasst sich zwar bereits mit Enterprise 2.0, aber nur ein knappes Drittel kann den Begriff erklären (31%) und lediglich 17% steuern das Thema wirklich systematisch. Das von den Teilnehmern verfolgte Hauptziel von Enterprise 2.0 ist die Aktivierung des im Unternehmen vorhandenen Wissens und der kollektiven Intelligenz mit Hilfe von Social Media. Die erwarteten Veränderungen sind allerdings erst zu einem Teil realisiert. Dies liegt u.a. daran, dass bei „Enterprise 2.0-unerfahrenen“ Unternehmen meist die Technologie im Vordergrund steht. „Erfahrene“ Unternehmen hingegen wissen in viel stärkerem Maße um die besondere Bedeutung kultureller Aspekte. So verwundert es nicht, dass ein wesentlicher Erfolgsfaktor das Vorleben einer “offenen” Kultur durch die Unternehmensführung ist.
In der Studie „Enterprise 2.0 – Konsequenzen für die Arbeitswelt von morgen“ haben Prof. Dr. Thorsten Petry von der Wiesbaden Business School, HR-Networx und der Online-Personalberater Talential.com untersucht, inwieweit sich der seit einigen Jahren durch Wissenschaft und Praxis geisternde „Enterprise 2.0“-Ansatz bei deutschen Unternehmen wiederfindet.
Prof. Petry stellt die Studie auf dem europäischen Enterprise 2.0 Summit am 26.-28.10. in Frankfurt a.M. vor. Ein längerer Ergebnisbericht erscheint in der Zeitschrift Personalwirtschaft in der Januar 2011 Ausgabe.
Wie auch bei der Social Media Studie können der Ergebnisbericht und weitere Informationen gerne anfordert werden. Ein kleiner Vorgeschmack ist auf Slideshare zu finden.
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