Aufruf zu der Umfrage “Personalmarketing im Social Media”
Ein Leben ohne Facebook, Youtube, Xing & Co.? Mittlerweile für sehr viele zumindest im Privaten undenkbar.
Viele Unternehmen haben Social Media als einen Employer Branding “Kanal” entdeckt und werben dort um die Gunst der Talente. Aber ist das eigentlich aus der Sicht der umworbenen Talente gewünscht? Ist für sie Social Media ein Mehrwert zu der Karriere-Website des Unternehmens? Welche Personalmarketing Aktivitäten im Social Media sind denn aus Sicht der Zielgruppe erfolgreich und welche nicht?
Im Rahmen einer empirischen Untersuchung des Lehrstuhls für Organisation & Personalmanagement (Prof. Dr. Thorsten Petry) an der Wiesbaden Business School, Talential, Embrander sowie der Zeitschrift Personalwirtschaft wollen wir diese Fragen beantworten. Das genaue Thema der Studie lautet “Personalmarketing im Social Media”. Die Zielgruppen sind Azubis, Studenten/Absolventen, Young Professionals und Fach- & Führungskräfte. Um aussagekräftige Daten zu erhalten, sind wir hierbei auf Ihre Unterstützung angewiesen.
> Zur Umfrage <
Die Umfrage dauert nur ca. 5 Minuten. Die Teilnahme erfolgt natürlich anonym. Wenn Sie uns eine E-Mail-Adresse hinterlassen, senden wir Ihnen gerne einen Ergebnisbericht.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Danke !
Studie: Enterprise 2.0 – Erfolg entscheidet sich auf kultureller Ebene
Die Mehrheit der befragten Unternehmen (62%) befasst sich zwar bereits mit Enterprise 2.0, aber nur ein knappes Drittel kann den Begriff erklären (31%) und lediglich 17% steuern das Thema wirklich systematisch. Das von den Teilnehmern verfolgte Hauptziel von Enterprise 2.0 ist die Aktivierung des im Unternehmen vorhandenen Wissens und der kollektiven Intelligenz mit Hilfe von Social Media. Die erwarteten Veränderungen sind allerdings erst zu einem Teil realisiert. Dies liegt u.a. daran, dass bei „Enterprise 2.0-unerfahrenen“ Unternehmen meist die Technologie im Vordergrund steht. „Erfahrene“ Unternehmen hingegen wissen in viel stärkerem Maße um die besondere Bedeutung kultureller Aspekte. So verwundert es nicht, dass ein wesentlicher Erfolgsfaktor das Vorleben einer “offenen” Kultur durch die Unternehmensführung ist.
In der Studie „Enterprise 2.0 – Konsequenzen für die Arbeitswelt von morgen“ haben Prof. Dr. Thorsten Petry von der Wiesbaden Business School, HR-Networx und der Online-Personalberater Talential.com untersucht, inwieweit sich der seit einigen Jahren durch Wissenschaft und Praxis geisternde „Enterprise 2.0“-Ansatz bei deutschen Unternehmen wiederfindet.
Prof. Petry stellt die Studie auf dem europäischen Enterprise 2.0 Summit am 26.-28.10. in Frankfurt a.M. vor. Ein längerer Ergebnisbericht erscheint in der Zeitschrift Personalwirtschaft in der Januar 2011 Ausgabe.
Wie auch bei der Social Media Studie können der Ergebnisbericht und weitere Informationen gerne anfordert werden. Ein kleiner Vorgeschmack ist auf Slideshare zu finden.
Demographischer Wandel: Wie aktiv ist die Generation 50+ im Social Media?
In einem vorherigen Blogbeitrag auf embrander.de zum Thema “Social Networks in Deutschland – alle Zahlen auf einen Blick” hat sich bei der Recherchearbeit herauskristallisiert, dass die Nutzergruppen 50+ immer weiter ansteigen. Doch inwieweit lohnt sich die gezielte Ansprache dieser Nutzergruppe? Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels bzw. dem War for Talents haben wir uns einmal mit dem Thema in Bezug auf Social Media (bzw. auf die sozialen Netzwerke) auseinandergesetzt.
Die deutsche Bevölkerung wächst, allerdings nur in Bezug auf ihre älteren Bewohner. Da die Mortalitätsrate im Gegensatz zu der Geburtenrate in Deutschland seit Mitte des 20.Jahrhunderts immernoch überwiegt, verliert Deutschland an Bevölkerungsmasse. Durch die steigende Lebenserwartung und die rückläufige Geburtenrate wird er Anteil der älteren Bevölkerung immer größer. Die nachfolgenden Grafiken verdeutlichen anschaulich die Wandlung der Altersstruktur von einem “A” im Jahr 1910, über ein “O” in 2000 bis zum “V”, das in 2050 erwartet wird. Die Daten für diese Auswertung haben wir vom Statistischen Bundesamt.
Bereits 2007 war die Altersgruppe 50+ signifikant im Internet aktiv und wuchs schon damals stärker als die Gruppe der 14-29 Jährigen. Ein damaliger Artikel auf spiegel-online befürwortet diese Neugier dieser Generation, sich mit dem Medium Internet bzw. dem Social Media auseinanderzusetzen. Unten dargestellt ist eine Grafik zur Internetnutzung nach Altersklassen aus dem Jahr 2009.
Und auch im Jahr 2009 scheint dieser Boom unaufhaltsam zu sein. Bisher bleibt die Generation 50+ gerne noch in ihren eigenen Reihen. Foren und Communities, welche diese Zielgruppe ansprechen sind dort sehr beliebt. Doch Facebook und Co. sind in aller Munde. Warum dann nicht auch bei der Generation 50+? Immerhin sind 2009 rund 120.000 der 4,3 Millionen Nutzer auf Facebook über 50, was knapp 2,8 % ausmacht. Ein Jahr später und knapp 6 Millionen Nutzer mehr im deutschsprachigen Raum, ist die Zahl dieser Zielgruppe (Vergleichswerte bei einer Gruppe von 54+ Jahren) auf 396.000 angestiegen. Und ein langsameres Wachstum scheint nicht in Sicht zu sein. Innerhalb eines Monats (Juli zu August) dieses Jahres wuchs diese Gruppe um gute 19 % an. Andere Nutzergruppen allerdings nur um rund 3%.
Anders als bei der “jungen Generation” geht es in der angesprochenen Gruppe nicht darum, im Netz präsent zu sein. Nur “dabei zu sein” ist für sie keine Motivation, die Älteren brauchen gute Gründe. So geht es bei Ihnen eher um Themen wie Gesundheit, Kultur und Wissen geht. Doch die Generation 50+ bleibt zurückhaltend in ihrem Online-Leben. Während jüngere Nutzer im Vergleich sehr viel von sich preisgeben wird dies bei den Älteren eher kritisch beäugt. Der Fokus dieser Gruppe liegt ebenso im persönlichen Nutzen als auch im Aufrechthalten von Kontakten in die ganze Welt. Weniger jedoch geht es um das Zeigen von meist eher kurzlebigen Inhalten. Doch woher rührt diese Skepsis? Im Gegensatz zur <50 oder sogar <40 Generation ist diese Altersklasse mit Radio und TV statt mit dem Internet aufgewachsen. Ihr Drang nach Informationen und einem “Up-to-Date” Stand ist jedoch genauso hoch wie in jeder anderen Nutzergruppe. Doch immer wieder werden bedrohliche Szenarien in Funk und Fernsehen gezeigt, welche das Internet als eine Bedrohung ansehen und somit den Zweifel nur noch weiter schüren.
Somit boomen vor dem Drang ins Internet erstmal die VHS Kurse für Webunerfahrene oder Senioren, wie z.B.
- “Einführung in das Internet für ältere Menschen – Grundkurs”,
- “Internet für Senioren” und
- “EDV für die Generation 50plus”
Da diese Generation jedoch auch eine sehr gebildete ist und somit auch oftmals um Weiterbildung bemüht ist, nehmen sie diese und ähnliche Angebote gerne an. Gerne werden die unterschiedlichen Interessen weiter verfolgt und auch der Anspruch an Qualität der Produkte oder Dienstleistungen ist sehr hoch. Dies führt zu einer enormen Kaufkraft der Generation 50+, welche sie auch im Internet mit ihrem neu erworbenen Wissen gerne umsetzen. Das zeigt die nachfolgende Grafik über die Kaufkraft nach Altersklassen im Jahr 2008.
Gerade die technischen Bereiche sind beliebt: als Beispiel zu nennen sind hier die Apple-Produkte: das iphone – auch mit seniorengerechter Modifikation als iplus- war in dieser Gruppe schon sehr gefragt und auch das ipad scheint auch auf reges Interesse bei älteren Menschen zu treffen. Generell betrachtet sind die drei häufigsten Gründe für die Social Media Nutzung folgende:
- Kontaktmanagement mit Freunden und Bekannten (73%)
- Informationen und Meinungen Anderer lesen (55%)
- Neuigkeiten aus der Online Welt lesen (48%)
Auseinder gehen hier wiederum die Nutzungsgründe zwischen jüngeren und älteren Nutzern dieses Mediums. Sind Jüngere doch hauptsächlich auf der Suche nach einem Job oder einer neuen Wohnung. Die Hälfte von Ihnen teilt dabei auch die eigene Meinung mit Anderen oder beteiligt sich an Diskussionen. Anders hingegen verbringen ältere Menschen ihre Zeit mit Social Media Aktivitäten. Ihnen geht es hauptsächlich um Informationen zum Autokauf (27%) oder zu einer Versicherung (22%). Parallelen zeigen sich jedoch auch im Kommunikationsverhalten: 61% der Älteren nutzen Social Media als Kommunikationskanal.
Somit sollten die Online-Marketingstrategien nochmals überdacht werden, denn gerade diese Zielgruppe bietet noch beachtliches Wachstum und enorme Möglichkeiten. Produkte und Dienstleistungen gibt es reichlich für diese Nutzergruppe, doch wieso wird nicht mehr im Social Media um Sie geworben?
Umfrage: Recruiting und Employer Branding mit Social Media
Direkt zur Umfrage geht es hier: Umfrage zu Recruiting und Employer Branding mit Social Media
Am 17.03. und 18.03. findet in Köln zum dreizehnten Mal der “World Business Dialogue” statt. Der Kongress steht ganz im Zeichen der Wirtschaftskrise, so ist das Thema “Crisis Demands: The End of Anything Goes”.
Dazu werden hochkarätige Referenten aus Wirtschaft und Politik erwartet. Darunter u.a. Dr. Frank Appel (Deutsche Post), Dr. Eckhard Cordes (Metro Group), Prof. Muhammad Yunus (Grameen Bank) oder Prof. Dr. Axel A. Weber (Deutsche Bundesbank).
Auch wir werden dabei sein und in Zusammenarbeit mit dem Karriere-Netzwerk Squeaker.net und der studentischen Unternehmensberatung Oscar einen Workshop zu dem Thema “Recruiting and Employer Branding with Social Media: Chances and Pitfalls for Employers and Jobseekers in the Crisis and beyond” halten.
Dazu haben wir eine Blitzumfrage gestartet. Das Ausfüllen dauert tatsächlich auch nur 3 Minuten. Die Umfrage richtet sich sowohl an Studenten als auch an Professionals mit und ohne Recruiting-Verantwortung. Wir freuen uns, wenn Sie sich kurz Zeit nehmen und daran beteiligen. Die Ergebnisse veröffentlichen wir gerne wieder hier.
>> Zur Umfrage zu Recruiting und Employer Branding mit Social Media
Als Vorgeschmack hier noch das offizielle Video zum Kongress. Wir freuen uns drauf.
Update: Auch Stefan Menden – Geschäftsführer von Squeaker.net – hat hierzu einen Blog-Eintrag geschrieben.
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