metaCV – CV-Datenbank im SaaS Modell sucht Partner
Wir haben schon über unseren neu gestarteten CV Manager meeCV geschrieben. meeCV ist eine einfache Art und Weise den eigenen Lebenslauf zu erstellen und mit verschiedenen CV-Datenbanken zu teilen.
Hinter meeCV steckt eine von uns entwickelte Technologie, das metaCV-Netzwerk. Die metaCV-Technologie ermöglicht es Partnern mit wenig Aufwand eine eigene CV-Datenbank zu betreiben. Und das alles im SaaS-Modell (Software as a Service). Die Idee dahinter ist einfach: Talential kümmert sich um die Technologie, unsere Partner um die Vermarktung der Plattform.
Die Vorteile für metaCV-Partner, die eine eigene CV-Datenbank betreiben wollen:
- In wenigen Tagen startklar
- Vom Start weg direkt eine mit passenden Profilen gefüllte CV-Datenbank
- Ein kontinuierlicher “Strom” neuer Profile aus dem metaCV-Netzwerk
- Nur aktuelle und ausgefüllte Lebensläufe
- State-of-the-art Technologie, die kontinuierlich betreut und weiterentwickelt wird
- Keine Updates, keine Server
Partner-Plattformen werden mit Talential-Technologie betrieben. Daher übernehmen wir auch die technische Verantwortung und Betreuung.
Wir suchen nach Partnern mit starkem Branchen- oder Funktionsfokus, die Interesse daran haben eine eigene Partner-Seite zu betreiben. Schicken Sie Ihre Mail gerne an metacv [at] talential . com.
Studie: Nur 9 Prozent der Employer Branding Aktivitäten in Social Media erreichen die Zielgruppe
98% der Kandidaten und 71% der Unternehmen sind in Social Media aktiv. Das ist ein Ergebnis der empirischen Studie „Nutzung von Social Media im Employer Branding und im Online-Recruiting“. Aus Unternehmensperspektive liegen die Erfolge in Bezug auf Steigerung der Bekanntheit (37%), Recruiting von Mitarbeitern (21%) und Aufbau einer Arbeitgebermarke (18%) noch weit hinter den Zielen. Und diese Aussage stimmt mit der Kandidatenseite überein: So hat bei nur 9% der Kandidaten bisher überhaupt ein Unternehmen durch Social Employer Branding Aktivitäten an Arbeitgeberattraktivität gewonnen. Und das ist nur ein Teil der spannenden Ergebnisse
Die Studie haben wir – Prof. Dr. Thorsten Petry von der Wiesbaden Business School, die Zeitschrift Personalwirtschaft und der Online-Personalberater Talential.com – durchgeführt. Die Studie berücksichtigte dabei die Perspektive von Unternehmen und von Kandidaten (Studenten und Fach- und Führungskräften) und glich diese miteinander ab.
Die Kernergebnisse haben wir in einem exklusiven Artikel in der Personalwirtschaft Ausgabe 10/2010 dargestellt, die am 30.09.2010 erscheint.
Den Ergebnisbericht und weitere Informationen können gerne anfordert werden. Einen Teil des Ergebnisberichts haben wir als Vorgeschmack auf Slideshare online gestellt.
Die Studie ist Teil der Serie „HR-Trends“, die Talential.com im Oktober 2009 zur Zukunft Personal mit einer Vielzahl von Video-Interviews mit führenden HR-Experten gestartet hat.
Experten-Interview (Teil 1): Gero Hesse von Bertelsmann über Social Media, Employer Branding, Social Recruiting und den War for Talents
Gero Hesse hat Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Marketing, Organisation und Führung studiert und ist nach seinem Abschluß als Diplom-Kaufmann in der accenture Unternehmensberatung im Bereich Change Management eingestiegen. Dort sammelte er als Berater erste Erfahrungen im Kontext Internet Recruiting. Seit dem Jahr 2000 arbeitet Gero Hesse bei der Bertelsmann AG und ist dort als Senior Vice President für die Themen HR IT Systeme, interne Personaldienstleistungen, Betriebliches Gesundheitsmanagement sowie Employer Branding verantwortlich. Für Bertelsmann verantwortet Gero Hesse die Personalmarketing-Initiative „Create Your Own Career“, die in 2009 mit dem „HR Alliance Award“ sowie mit dem „Personalwirtschaftspreis“ ausgezeichnet wurde. Gero Hesse ist ehrenamtlicher Vorstandssprecher des DAPM (Arbeitskreis Personalmarketing), Experte für Human Resources beim Personalmarketing-Dienstleister embrace und Betreiber von saatkorn, ein Blog über Social Media und Personalmarketing.
Das Experten-Interview gliedert sich in 2 Teile auf: Der erste bzw. dieser Teil richtet sich an Personaler und der zweite Teil an Fach- und Führungskräfte.
Gero, vorab vielen Dank, dass Du Dir für das Interview Zeit genommen hast.
Du bist im Social Media sehr aktiv. Welche Social Media Kanäle nutzt Du und wie viel Zeit verbringst Du jede Woche für Deine Social Media Aktivitäten?
Gero Hesse: Für Bertelsmann bin ich auf Facebook, twitter, YouTube, XING und Linked-In unterwegs, wobei man ja die berechtigte Frage stellen kann, was davon wirklich Social Media ist. Im Grunde genommen würde ich hier Facebook und twitter als Hauptkanäle nennen. Im Rahmen der Bertelsmann Aktivitäten verbringe ich jeden Tag etwa 45 Minuten im Social Media Kontext. Privat betreibe ich ja nebenbei noch meinen Blog saatkorn. – der nimmt etwa 3 weitere Stunden pro Woche in Beschlag.
Wie geht Bertelsmann mit den Social Media Aktivitäten der Mitarbeiter um? Gibt es diesbezüglich Regeln bzw. eine Kommunikationspolitik?
Gero Hesse: Bertelsmann ist eine sehr dezentral strukturierte Organisation, so dass es innerhalb des gesamten Konzerns vielfältigste Social Media Aktivitäten gibt. Als Medien- und Dienstleistungskonzern ist Social Media für den Konzern ein wichtiges Feld. Und im Kontext Personalmarketing besteht von unseren Zielgruppen meines Erachtens auch zu Recht eine Erwartungshaltung, um die wir uns kümmern müssen. Wir arbeiten hier sehr eng mit unserer Öffentlichkeitsabteilung zusammen, die uns einen großen Freiraum lässt. Eine spezielle Guideline für den Umgang mit Social Media ist in der Entwicklung, ganz allgemein ist der Bereich aber durch den weltweit gültigen Code of Conduct bereits abgedeckt.
Ich denke die meisten Unternehmen sind in Sachen Social Media noch in der Experimentierphase. Etliche wissen nicht, wo die Zielgruppe sich aufhält und angesprochen werden kann oder besser gesagt angesprochen werden will. Habt Ihr bei Euren Social Employer Branding Aktivitäten unterschiedliche Kampagnen für Absolventen und für Fach- und Führungskräfte?
Gero Hesse: Nein. Hintergrund ist hier, dass sich „Create Your Own Career“ in erster Linie an Absolventen und Young Professionals richtet. Bertelsmann verfolgt eine Personalentwicklung, die zu 80% auf die Entwicklung interner Kandidaten ausgerichtet ist. Darüber hinaus stellen wir fest, dass erfahrene Fach- und Führungskräfte momentan noch eher traditionelle Recruiting-Kanäle bevorzugen. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich dies in naher Zukunft ändern wird, aber derzeit ist unser Fokus stark auf die Absolventen und Young Professionals ausgerichtet.
Kann man vor diesem Hintergrund eigentlich Social Employer Branding und Social Media Recruiting klar voneinander trennen oder sind diese nicht sehr stark miteinander verknüpft?
Gero Hesse: In meinen Augen ist beides – wie im „echten Leben“ – sehr stark miteinander verknüpft. Ich muß ja zunächst Aufmerksamkeit und Interesse für einen Arbeitgeber generieren. Erst der folgende Schritt betrifft das Thema Recruiting. Aber Employer Branding an sich ist kein Selbstzweck. Letzten Endes macht man dies, um ein positives Arbeitgeberimage aufzubauen. Und das benötigt man in erster Linie zur Rekrutierung und Bindung von Arbeitnehmern. Akademisch kann man dies trennen – praktisch hängen die Themen meiner Meinung nach eng zusammen.
Woran macht Ihr bei Bertelsmann den Erfolg von Euren Social Media Aktivitäten fest?
Gero Hesse: Es gibt eine Vielzahl von Kennzahlen, an denen wir den Erfolg unserer Aktivitäten messen. Das geht über rein quantiative Kennzahlen wie zum Beispiel Anzahl der Follower oder Anzahl der „Facebook likers“ (Fans?) bis hin zu qualitativen Kennzahlen, wo wir uns die Frage stellen, über welchen Kanal wir die besten Bewerber bekommen oder sogar Kandidaten eingestellt haben.
Jetzt bin ich aber neugierig: Habt Ihr bereits einen Kandidaten über Twitter oder Facebook eingestellt?
Gero Hesse: Ja, über Facebook haben wir bereits Kandidaten eingestellt – wobei eingestellt bedeutet, dass der Kontakt über Facebook begonnen hat, natürlich saßen wir uns am Ende auch wirklich gegenüber und haben Gespräche geführt . Über Twitter haben wir noch keine Recruiting-Erfolge, wohl aber Kandidaten, die sich für Recruiting-Events beworben haben und auch dort eingeladen wurden. Anschließend wurden zwar von denen auch Kandidaten eingestellt, aber eben nicht direkt über Twitter. Allein dieser indirekte Zusammenhang ist für mich aber auch viel wert, denn in erster Linie liegt der Fokus bei den Social Media Aktivitäten – wenn man es trennscharf betrachtet – auf Employer Branding und der Positionierung von Bertelsmann als attraktiver Arbeitgeber.
Die Nutzung von Social Media stößt immer wieder auch im Unternehmen auf Skeptiker. Wie können Personaler Ihre Social Media Aktivitäten gegenüber den Vorgesetzten und Kollegen anderer Abteilungen rechtfertigen?
Gero Hesse: Indem das Thema genau so ernsthaft betrieben wird wie die Durchführung eines Rekrutierungs-Events oder die Durchführung von Einstellungsgesprächen. Das bedeutet: Ich muß zunächst akzeptieren, das Social Media keine Spielerei ist. Darüber hinaus müssen Erfolge transparent gemacht werden, zum Beispiel durch Kennzahlen.
Aktuelle Statistiken sagen, dass 2/3 aller Internet-Nutzer in einem sozialen Netzwerk aktiv sind. Die Bedeutung von Social Media ist daher nicht von der Hand zu weisen. Viele Geschäftsführer und Personaler stellen sich aber die Frage: Macht eine Facebook Fanpage für unser Unternehmen Sinn? Auf welche Entscheidungsparameter kommt es dabei Deiner Meinung nach an?
Gero Hesse: Wenn man folgende Fragen mit „ja“ beantwortet, könnte meines Erachtens die Entwicklung einer Facebook Fansite sinnvoll sein:
1. Finde ich dort meine Zielgruppen?
2. Bin ich bereit, in einen offenen und authentischen Dialog mit meiner Zielgruppe zu gehen?
3. Habe ich genug Content, um die Facebook Fansite auch über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum zu „bespielen“?
4. Ist unternehmensintern geklärt, wie auf Facebook kommuniziert werden soll und darf?
Meines Erachtens ist die Implementierung einer solchen Site sehr schnell gemacht. Entscheidend ist aber nicht der Anfangsaufwand, sondern die Frage, ob ich eine solche dialogorientierte Plattform auch in der Maintenance langfristig am Laufen halten kann. Die entstehenden Aufwände insbesondere für das Management einer solchen Site sollte man nicht unterschätzen.
Ist (daher) Facebook nur für große Unternehmen oder auch für kleine mittelständische Unternehmen (KMU) geeignet?
Gero Hesse: Ich glaube, dass weniger die Größe eines Unternehmens entscheidend ist, sondern die Frage, ob die richtige Zielgruppe des jeweiligen Unternehmens über einen Kanal wie Facebook erfolgversprechend angesprochen werden kann. Und dies ändert sich dynamisch, so dass es keine für alle Zeiten und Unternehmen gültige Antwort auf die Frage geben kann. Das Medium muß zum Unternehmen und zur Zielgruppe passen. Die Größe eines Unternehmens ist in meinen Augen hierfür aber überhaupt kein Differenzierungsfaktor.
Karriere-Webseiten sind – als letzte “Überzeugungsinstanz” vor der Bewerbung – im Recruiting von hoher Wichtigkeit. Mit der createyourowncareer habt Ihr beim Potentialpark-Ranking den ersten Platz gemacht. Glückwunsch dazu ! Was sind Deiner Meinung die Erfolgsfaktoren einer Karriere-Webseite?
Gero Hesse: Vielen Dank! Die Karriere-Website ist aktuell der relevanteste Kanal eines Unternehmens im Kontext Arbeitgeberpositionierung. Ob dies immer so bleiben wird, wage ich angesichts der rasanten Entwicklung von Social Media jedoch in Frage zu stellen. Die Erfolgsfaktoren einer Karriere-Website sind aus meiner Sicht:
1. Passung zur Zielgruppe und zum Unternehmen
2. Inhalt und 3. Authentizität. Auch wenn die „Create Your Own Career“ Website stark von Social Media Funktionen und Features geprägt ist, steht für Bertelsmann als Medien- und Services-Unternehmen ganz stark die Passung von Zielgruppe und Bertelsmann im Vordergrund. Dies spiegelt sich bereits im Claim „Create Your Own Career“ wider, der sehr viel von unserer Positionierung als Arbeitgeber aussagt. Die Website ist unser Dialoginstrument zu unseren Zielgruppen, den unternehmerisch orientierten Nachwuchsführungskräften und Absolventen.
Der „War for Talents“ ist durch die Krise etwas in Vergessenheit geraten, aber er wird sicherlich wieder zu nehmen. Was bedeutet das für die Recruiting-Aktivitäten der Unternehmen? Welchen Bedeutung hat dabei das Social Recruiting?
Gero Hesse: Meiner Meinung nach wird vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung der Kampf um die Talente – und damit meine ich ausdrücklich nicht nur die sogenannten High Potentials – in den nächsten Jahren wieder deutlich zunehmen. Vor diesem Hintergrund ist es gut, gerade jetzt Erfahrungen mit Social Media und Recruiting zu sammeln, denn zum Lernen und Experimentieren wird in Zukunft deutlich weniger Zeit bleiben. Und die Erwartungshaltung der nachkommenden Bewerbergenerationen verändert sich ja auch: die digital Natives erwarten, dass ein Unternehmen auch in den neuen Technologien, die ja aus Sicht dieser Generationen „Standard“ sind, kommunizieren kann.
Ich danke Dir für das Interview und freue mich schon auf den 2. Teil.
Studie zur Nutzung von Social Media im Employer Branding und im Online-Recruiting
Social Media ist in aller Munde, das zeigen die rasanten Wachstumszahlen von Facebook, Twitter & Co. Im Bereich Employer-Branding sind bereits insbesondere die großen Konzerne aktiv und betreiben beispielsweise eine Facebook-Fanpage, einen Twitter-Account oder Schreiben einen Unternehmensblog. Ob die Unternehmen damit bei der Zielgruppe der Fach- und Führungskräfte jedoch wirklich ihre Bekanntheit erhöhen, ist noch ungeklärt. Gleiches gilt für die Nutzung von Social Media im Online-Recruiting (Social Media Recruiting). Aber wie wir schon in unserer Social Recruiting Prognose geschrieben haben:
“Allerdings wissen auch 2010 viele Arbeitgeber noch nicht wie sie am Besten mit ihrer Kandidaten-Zielgruppe auf den sozialen Kanälen kommunizieren sollen. Das Problem fängt aber schon früher an: Etliche wissen nicht wo die Zielgruppe sich aufhält und angesprochen werden kann oder besser gesagt angesprochen werden will.”
Aus der beschriebenen Entwicklung ergeben sich unterschiedliche Fragestellungen, die im Rahmen einer empirischen Untersuchung des Lehrstuhls für Organisation & Personalmanagement (Prof. Dr. Thorsten Petry) an der Wiesbaden Business School, Talential.com sowie der Zeitschrift Personalwirtschaft analysiert werden sollen. Hierbei werden sowohl die Perspektive von Unternehmen als auch von Fach- & Führungskräften berücksichtigt und miteinander abgeglichen (eine Studie zur Social Media Nutzung von Studenten hatten wir bereits durchgeführt).
Um aussagekräftige Daten zu erhalten, ist das Forscherteam auf Ihre Unterstützung angewiesen. Deshalb bitten wir Sie, sich 5 Minuten Zeit zu nehmen und den Onlinefragebogen auszufüllen. Es gibt einen Fragebogen für Unternehmen und einen für Fach- und Führungskräfte (gerne auch beide, wenn beides auf Sie zutrifft). Ihre Teilnahme erfolgt anonym. Wenn Sie eine E-Mail-Adresse hinterlassen, erhalten Sie einen Ergebnisbericht.
http://www.wbs.hs-rm.de/umfragen/social-media-personalwirtschaft/
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Danke.
Chancen und Karriere veröffentlicht unsere Prognosen zum Social Recruiting 2010
Wir haben viele positive Rückmeldungen bzgl. unserer Recruiting Prognosen 2010 erhalten. Insbesondere zu den Prognosen zum Social Recruiting 2010 – Soziale Evolution aber keine Twitter Revolution kamen etliche Anmerkungen und Fragen. Auch auf unserem Workshop zu Recruiting und Employer Branding mit Social Media konnten wir Elemente davon diskutieren.
Für Chancen und Karriere – dem Vermarkter der Personalmärkte der Premiumtitel der Verlagsgruppe Holtzbrinck – haben wir den Artikel noch mal überarbeitet. Hier ist unsere Prognose zu Social Recruiting 2010 (PDF öffnet im Browser) für die Leser von Chancen und Karriere. Wir freuen uns über die Veröffentlichung.
Workshop: Recruiting und Employer Branding mit Social Media
Wir hatten ja schon die Teilnehmerfragen zur Studie zu Recruiting und Employer Branding mit Social Media und erste Studienergebnisse veröffentlicht. Die Erstveröffentlichung und Diskussion der Ergebnisse fand im Rahmen eines Workshops auf der World Business Dialogue Konferenz an der Uni Köln statt. Sowohl Studie als auch Workshop sind in Zusammenarbeit mit dem Karriere-Netzwerk Squeaker.net und der studentischen Unternehmensberatung Oscar entstanden.
Neben den im Vorfeld eingereichten Fragen und Themen der Studienteilnehmer wurden weitere während des Workshops besprochen. Dabei haben wir uns thematisch auf die heterogene Gruppe eingestellt. Die Teilnehmer waren zur Hälfte (potentiell) Jobsuchende und zur anderen Hälfte Arbeitgeber(vertreter). Insgesamt haben sowohl die internationale Herkunft der Teilnehmer als auch die unterschiedliche Social Media Affinität sich nicht als großes Problem erwiesen. Die Teilnahme an den Diskussionen war gut sowie im Stil konstruktiv und – was uns sehr gefreut hat – inhaltlich durchaus kontrovers.
Eine Auflistung verschiedener Themen und Diskussionspunkte haben wir auf Flipchart festgehalten (Foto vom Flickr-Stream von Bernd Schmitz):
Die wesentlichen Themenschwerpunkte die diskutiert wurden:
Bezogen auf Karriere und Job:
- Wie soll ich als Nutzer mit dem Trend der Vermischung von Beruflichem und Privatem in sozialen Netzwerken umgehen?
- Wie gehe ich mit dem “sozialen” Druck von beruflichen Kontaktanfragen um?
- Soll ich meinen Mitarbeitern aktiv eine Freundschafteinladung schicken?
- Wieviel private Informationen sollte ich in Social Media posten?
- Welche Medienkompetenzen für Nutzer und Mitarbeiter sind in der heutigen Zeit wichtig?
- Wie werden Informationen in sozialen Netzwerken konsumiert: aktiv danach Suchen vs. “die Information findet mich”?
Bezogen auf Employer Branding und Recruiting:
- Ist Social Media für alle Marken und Unternehmen interessant/notwendig?
- Ist Facebook nur für große Unternehmen oder auch für KMU geeignet?
- Welche sozialen Netzwerk sollten Unternehmen für das Recruiting/Employer Branding nutzen?
- Welche Recruiting-Erfolge konnten bisher mit Social Media erzielt werden?
- Wieviel Aufwand bedeutet das kontinuierliche Pflegen von Social Media Kanälen (für Unternehmen)?
- Wie sollten Unternehmen mit negativen Postings umgehen?
- Sollte man den Wettbewerbern auf sozialen Netzwerken folgen?
- Sollten Unternehmen den direkten Kontakt von Bewerbern zu Mitarbeitern des eigenen Unternehmens erlauben/aktiv unterstützen?
- Wie kann ich als Unternehmen die Kommunikation auf meinen sozialen Kanälen kontrollieren?
- Wie kann ich Social Media innerhalb des Unternehmens (z.B. beim Controlling) rechtfertigen?
Eine Reihe der diskutierten Fragen haben wir in einem zusätzlichen Kapitel ans Ende der Präsentation zur Studie angehängt. Etliche haben wir um Meinungen und Ergebnisse des Workshops ergänzt. Für Jeden der sich näher mit den Thematiken auseinandersetzen möchte lohnt ein Blick.
Sollte es weiterführende Fragen zu Inhalten, Ergebnissen oder Themenschwerpunkten des Workshops oder/und Studie geben, so können Sie sich gerne an einen der drei am Ende der Präsentation genannten Ansprechpartner wenden. Ich bin erreichbar unter manuel.koelman[at]talential.com.
Teilnehmerfragen zur Studie zu Recruiting und Employer Branding mit Social Media
Wir hatten ja schon erste Ergebnisse der Studie zu Recruiting und Employer Branding mit Social Media veröffentlicht. Während der Umfrage haben wir verschiedene Fragen gesammelt und dann während des Workshops als “Fragenwand” präsentiert. Bernd Schmitz – Leiter des Hochschulmarketings von Bayer und Teilnehmer des Workshops – hat die Fragenwand dankenswerter Weise fotografiert und auf seinem Flickr-Stream veröffentlicht (zum Lesen der Fragen auf das Foto klicken).
Für uns waren die Fragen überaus interessant. Es wird wieder mal deutlich, dass es neben dem “Biotop” der social-media-affinen Nutzerschaft noch eine Vielzahl anderer Nutzer gibt, mit sehr unterschiedlicher Wahrnehmung, Meinung und Wissen/Kompetenz bzgl. Social Media. Hier einige ausgewählte Kommentare und Fragen (da der Workshop in Englisch war, sind auch die Fragen in Englisch):
Fragen bzgl. der Karriere mit Social Media:
- Why should I work for companies who check my private life and do not respect my privacy?
- Siemens is sending an email to applicants, with the request to become a fan of Siemens careeer on Facebook. Is it okay to actively request this? Hence, some people don’t know how to react and if it influences their application process when they deny the invitation.
- Do employers really check the internet in order to get information about applicants?
- How can I benefit monetarily from social networks, as a user?
Fragen bzgl. Recruiting und Employer Branding mit Social Media:
- For a company to be serious in social media, hasn’t it to be social itself? (Not the PR department, the company…)
- Is there any industry wide standardization effort going to formalize the use of open social applications and mobile applications to promote various business?
- How can a company post relevant ads for potential employees with social media? How effective are these on average? (Fragen in diese Richtung wurde mehrfach gestellt)
Generelle Fragen/Aussagen zu Social Media:
- What’s your expectation on the consequences of social media for company cultures and corporate values?
- Is it favorable to have all this [social media] input unmonitored and uncensored!?
- Social media can be very tricky
Neben diesen Fragen gibt es noch weitere lesenswerte auf den verlinkten Fotos. Viel Spaß beim Stöbern.
Erste Studienergebnisse: Recruiting und Employer Branding mit Social Media
Wir hatten ja schon angekündigt, dass wir in Zusammenarbeit mit dem Karriere-Netzwerk Squeaker.net und der studentischen Unternehmensberatung Oscar sowohl eine Umfrage als auch einen Workshop zu “Recruiting und Employer Branding mit Social Media” machen. Sowohl die Studie, als auch der Workshop waren ein Erfolg. Gerne geben wir hier ein paar erste Einblicke zu Studienaufbau und -ergebnissen.
Thema der Studie: Recruiting und Employer Branding mit Social Media
Social Media in Verbindung mit Recruiting und Employer Branding ist ein unter Personalern viel diskutiertes Thema. Auch wir hatten für das Social Recruiting 2010 schon unsere Prognose abgegeben und sehen dort ein weiterhin stark wachsendes Segment. Mit der Studie wollen wir unsere Erfahrungen validieren bzw. noch mal hinterfragen. Und in der Tat gibt es einige überraschende Ergebnisse.
Studienaufbau und Umfrageteilnehmer 
Wir haben die Studie mit Sorgfalt konzipiert, allerdings erheben wir keinen wissenschaftlichen Anspruch. Unsere Umfrage hatte innerhalb von einer guten Woche 409 Teilnehmer. Angesichts des kurzen Zeitraums werten wir den Rücklauf als Erfolg. Da die Verbreitung zu großen Teilen aber über Social Media Kanäle erfolgt ist, ist davon auszugehen, dass viele Studienteilnehmer Social Media Kenntnisse besitzen bzw. dem Thema grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehen.
Dennoch meinen wir, dass die Studie
- generelle Trends im Social Recruiting bzw. Social Employer Branding aufzeigt
- sehr gut als Diskussionsgrundlage für aktuelle Themen rund um Social Recruiting und Employer dienen kann
- eine gute Grundlage für weiterführende Studien in diesem Bereich bietet
Erste Kernthesen aus den Studienergebnissen
Wir haben die Studienergebnisse in unsere Workshop-Präsentation einfließen lassen, die wir auch auf Slideshare veröffentlicht haben.
Die Top-10 Erkenntnisse der Studie hat Stefan Menden von Squaker.net schon veröffentlicht. Zentrale Aussagen sind zum Beispiel:
- Der Trend von Facebook und Twitter geht hin zu Business-Netzwerken
- Social Networks werden zur Suche von Arbeitgeberinformationen genutzt
- Der Erfolg einer Social Employer Branding Kampage hängt stark von dem genutzten Netzwerk ab
- Social Media ist ein Prozess und kein Event
Zu diesen und weiteren Erkenntnissen und Aussagen werden wir im Laufe der Zeit immer wieder Meinungen und Erfahrungen posten.
Natürlich interessiert uns Ihre Meinung zu unserer Studie und dem Studienthema. Was halten Sie von den Studienergebnissen? Nutzen Sie Social Media schon für Ihr Employer Branding? Warum?
Umfrage: Recruiting und Employer Branding mit Social Media
Direkt zur Umfrage geht es hier: Umfrage zu Recruiting und Employer Branding mit Social Media
Am 17.03. und 18.03. findet in Köln zum dreizehnten Mal der “World Business Dialogue” statt. Der Kongress steht ganz im Zeichen der Wirtschaftskrise, so ist das Thema “Crisis Demands: The End of Anything Goes”.
Dazu werden hochkarätige Referenten aus Wirtschaft und Politik erwartet. Darunter u.a. Dr. Frank Appel (Deutsche Post), Dr. Eckhard Cordes (Metro Group), Prof. Muhammad Yunus (Grameen Bank) oder Prof. Dr. Axel A. Weber (Deutsche Bundesbank).
Auch wir werden dabei sein und in Zusammenarbeit mit dem Karriere-Netzwerk Squeaker.net und der studentischen Unternehmensberatung Oscar einen Workshop zu dem Thema “Recruiting and Employer Branding with Social Media: Chances and Pitfalls for Employers and Jobseekers in the Crisis and beyond” halten.
Dazu haben wir eine Blitzumfrage gestartet. Das Ausfüllen dauert tatsächlich auch nur 3 Minuten. Die Umfrage richtet sich sowohl an Studenten als auch an Professionals mit und ohne Recruiting-Verantwortung. Wir freuen uns, wenn Sie sich kurz Zeit nehmen und daran beteiligen. Die Ergebnisse veröffentlichen wir gerne wieder hier.
>> Zur Umfrage zu Recruiting und Employer Branding mit Social Media
Als Vorgeschmack hier noch das offizielle Video zum Kongress. Wir freuen uns drauf.
Update: Auch Stefan Menden – Geschäftsführer von Squeaker.net – hat hierzu einen Blog-Eintrag geschrieben.
HR-Trends gefragt: Was sind die Online-Recruiting Trends? HR-Experten geben Antwort
Neben den Social-Media Karriere-Tipps haben wir auf der Zukunft Personal HR-Experten ebenso nach Online-Recruiting Trends gefragt. Michael Lazik (Director Central Europe von Stepstone Solutions GmbH Sales), Dr. Volker Teschke (Geschäftsführer der Jobwiwi GmbH), Sabine Schneppenheim (OTS GmbH), Irina Green (AgeCon Ltd. & Co. KG) und Matthias Olten (Leiter Stellenmarkt von Kalaydo GmbH & Co. KG) geben Antworten auf die Frage wie Unternehmen in 3-5 Jahren rekrutieren.
Das Online-Recruiting bzw. E-Recruiting etabliert sich zu einem festen Recruiting-Kanal für Unternehmen. Das trifft insbesondere für kleine mittelständische Unternehmen zu, bei denen aktuell eine Vielzahl das Internet noch nicht in der Breite erschlossen haben. Die Print Stellenanzeigen werden zunehmend durch Print Employer Branding bzw. Image Anzeigen ersetzt. Die Stellenanzeigen selber werden dann nur noch online veröffentlicht. Ebenso spielen in Zukunft eine fragmentierte und somit fokussierte Zielgruppen-Ansprache und das Netzwork-Recruiting eine große Rolle, denn der War for Talents wird (zunehmend) Realität.
Letzte Beiträge
- Leadership-Experte Alexander Groth über die Erfolgsfaktoren von Veränderungen und Fähigkeiten einer guten Führungskraft
- embrander – Umsetzungsorientierte Beratung in Employer Branding und Enterprise 2.0
- CareerCV.de – InternetWorld ist der erste metaCV-Netzwerk-Partner für die Online Branche
- metaCV – CV-Datenbank im SaaS Modell sucht Partner








